Rudolstädter Villen

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Die Villenkultur Deutschlands ist direkt verknüpft mit der Gründerzeit, jener Zeit, in der die kreativen Geister endlich unabhängig von Stand und Herkunft ihr Können und ihre Ideen entfalten konnten. In Rudolstadt entstanden in den Jahren von 1830 bis 1912 rund 180 prächtige Villen in zum Teil parkähnlichen Gärten. Zunächst waren die Bauherren dem fürstlichen Hof nahestehende Adelige, dann zunehmend Fabrikanten, Gewerbetreibende und sogar Kaufleute aus Übersee, die hier ihre Wohnstatt in Deutschland hatten.
Die Persönlichkeiten sind allemal spannend und ihre Lebenswege immer wieder von den Zeitläuften gebrochen. Geschichten, die anrühren und aus denen wir heute wieder lernen können. So führen uns die Villen Rudolstadts durch die reiche Historie dieser Zeiten, unserer Stadt und der Menschen.

  • Villenspaziergänge und –vorträge
  • Die Villengeschichte wird unmittelbar erlebbar bei den Villenspaziergängen und in Vortragsreihen, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

    Villenspaziergänge 2015 mit Astrid von Killisch-Horn

    • 18. April 2015
      Treffpunkt: 14 Uhr, Westportal Heidecksburg
    • 6. Juni 2015
      Treffpunkt: 14 Uhr, August-Bebel-Straße 4
    • (am Vortrag des Tages der offenen Gärten mit Schwerpunkt Gärten)
    • 27. Juni 2015
      Treffpunkt: 14 Uhr, Feste Burg, Mörlaer Straße 8b
    • 5. September 2015
      Treffpunkt: 14 Uhr, Schillerhaus, Schillerstr. 25
    • 24. Oktober 2015
      Treffpunkt: 14 Uhr, Lutherkirche

    Dauer: 2 Stunden
    Teilnahmegebühr: 4 EUR

    Termine können gerne auch ganz individuell vereinbart werden, bitte sprechen Sie uns an.

  • Konzerte zum Tanz- und Folkfest
  • Jährlich finden zum TFF in ausgewählten Höfen und Gärten Rudolstädter Villen Konzerte statt. Näheres finden Sie im jeweiligen TFF-Programm und unter www.tff-rudolstadt.de

  • Veröffentlichungen
  • Die ersten Forschungsergebnisse sind im Buch "Villen in Rudolstadt" von Astrid von Killisch-Horn und Renate Reuther zusammengefasst. Der durchgängig vierfarbige, reich bebilderte Band bespricht 21 Villen und geht in zwei einleitenden Kapiteln intensiv auf das Phänomen Villa und die Geschichte des Villenviertels Rudolstadt-West ein.

    192 Seiten, gebunden, 24,90 EUR.
    Erschienen am 11. Dezember 2009.

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Einleitung

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Die Erforschung eines Kleinods

Das Villenviertel in Rudolstadt

Es sind vor allem die Jahre 1871 bis 1920, die im Zuge ihrer gesellschaftlichen Umbrüche ein Phänomen hervorbringen. Hinaus aus der Stadt drängte es vor allem das wohlhabende Bürgertum, kultiviertes Wohnen inmitten einer gestalteten Natur vermittelte ein neues Lebensgefühl, das wir noch heute spüren können, wenn wir uns darauf einlassen: Villenviertel entstanden vor den Städten, Ensemble voller Schönheit und Ruhe.
Dass die Erbauer solcher Refugien natürlich spannende Lebensläufe vorzuweisen haben ist ein Umstand, der der Betrachtung eine einzigartige Würze gibt und einen Zugang zu den Villen ermöglicht, der weit über eine - natürlich ebenfalls wichtige - Analyse der Baugeschichte und Architektur hinausgeht.

Auch die kleine Residenzstadt Rudolstadt war Anziehungspunkt für Fabrikanten, höhere Beamte, Offiziere, Betriebsleiter, Professoren, Architekten, vereinzelt noch Adlige, Gewerbetreibende, Kaufleute, bald auch die ersten leitenden Angestellten und selbst Sommerfrischler aus Berlin und Geschäftsleute aus Mexiko oder von den Philippinen.

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Blick auf das Villenviertel nördlich der Lutherkirche, vor 1911

Die zunächst sehr grobe Bestandsaufnahme im Rudolstädter Westen ergab rund 180 mögliche Gebäude allein im Gebiet zwischen der Jordanschen Villa Unterm Hain und der Richterschen Villa in der Schwarzburger Chaussee, davon allein 72 Einzeldenkmale. Eher also eine Lebensaufgabe denn ein zeitlich begrenztes Forschungsprojekt.
Im Juni 2008 begannen Astrid von Killisch-Horn und Dr. Renate Reuther mit der Erschließung eben dieses Gebietes, und schnell zeigte sich, dass sie nicht nur ein spannendes Kapitel Stadt-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte aufgeschlagen hatten, sondern auch das Interesse der Rudolstädter an diesem bisher weitgehend unerschlossenen Thema außerordentlich lebhaft ist. Mit den Villen Rudolstadts erschließt sich für die Stadt zu den bestehenden kostbaren Sehenswürdigkeiten ein weiteres Kleinod, das intensiv zu entdecken sich lohnt.
Die kunsthistorische Bedeutung dieses in sich geschlossenen und hervorragend erhaltenen und sanierten Gebietes wird nicht nur für die Einwohner und Besucher der Stadt spürbar, sondern setzt auch ein Signal: Hier läßt es sich schön wohnen. Umfangreiches historisches und aktuelles Bildmaterial unterstreicht dies eindrucksvoll.
Die vielen Einblicke in das tägliche Leben Rudolstadts, die Erzählungen über die Persönlichkeiten, die mit den Villen verbunden waren, die zum Teil umfangreichen schriftlichen Nachlässe schaffen Identität und Verbundenheit, vertiefen Verstehen und Lust.

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Blick auf Gebind- und Lutherstraße, dahinter der Hainberg, um 1910

Die ersten Ergebnisse der Forschungen sind im Buch "Villen in Rudolstadt" Ende 2009 erschienen, und ergänzend auf diesen Internetseiten präsentiert. Im Laufe der Jahre werden weitere Publikationen hinzukommen und neue und zusätzliche Erkenntnisse diese Internetpräsenz immer weiter ausbauen.
Mein tief empfundener Dank gilt all jenen, die zur Entstehung dieses Werkes beigetragen haben und noch beitragen werden. Ihre vorbehaltlose Offenheit, ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft prägen die besondere Qualität der Ergebnisse. Ein einzelnes Photo oder eine ganze Sammlung, ein kleiner Hinweis oder eine umfangreiche Familienchronik - jedes Steinchen trägt bei zu einem immer umfassenderen Gesamtbild, das zu zeichnen wir die Ehre haben.

Ich wünsche Ihnen allen viel Vergnügen beim (Wieder)entdecken!

Astrid von Killisch-Horn

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Das Villenviertel zum Hainberg vom Turm der Lutherkirche aus gesehen, nach 1920

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Das Villenviertel am Hainberg, 2008

August-Bebel-Straße 4

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Daten ...

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Baujahr

1878

Baustil

Neoklassizismus

Bauherr

Consul Maximilian Damm 

Nutzung

Wohnhaus, Saal zeitweise schulisch und als Lager genutzt, heute Teilbereiche Auktionshaus

Frühere Adresse

Haus Nr. 586b

Name der Villa

Damm´sche Villa
Auktionshaus Wendl

Architekturbeschreibung ...

Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach auf Sandsteinsockel. Nach Norden Grenzbebauung zum Lengefeld´schen Gartenhaus, zur Straße schließt sich das Gebäude unmittelbar an den Bürgersteig an.
Die heutige Fassadenansicht zeigt bis auf wenige Veränderungen den aus den Bauplänen hervorgehenden ursprünglichen Bauzustand. Die Dachfirstverzierungen sind nicht mehr vorhanden, am Erker an der Ostseite ist im Erdgeschoss das Mittelfenster zugemauert und der Balkon des 1. Stocks zunächst zur überdachten Veranda ausgebaut. Letzteres Element ist aufgrund der Konsistenz zum übrigen Gebäude wahrscheinlich bereits beim Bau verändert und dann in den 1920er Jahren mit sich nach oben öffnenden Schiebefenstern im englischen Stil geschlossen worden.
Die Fassade zeigt reichhaltige klassizistische Friese mit meist floraler Ausarbeitung und wird durch einen Erker (nach Osten), eine verglaste Veranda (nach Süden) und zwei Balkone (nach Westen und Osten) zusätzlich aufgelockert. Die Farbgebung in Altrosa und Weiß betont den prächtigen Charakter. Da bislang keine Farbuntersuchungen vorgenommen wurden, ist die ursprüngliche Farbe des Gebäudes nicht bekannt, jedoch mindestens seit 1937 in der heute gegebenen Anmutung dokumentiert. Über dem Nebeneingang an der Südseite erhebt sich ein Zwerchhaus, das früher ein Turmzimmer beinhaltete und heute den Abschluss des hinteren Treppenhauses bildet.
Der Grundriss des Gebäudes ist dreigeteilt: Zur Straße liegt das zweigeschossige Wohngebäude mit Treppenhaus und Veranda, daran schließt in Richtung Garten ein aus der Fassade zurücktretender Nebeneingangsbereich mit bauzeitlicher Wendeltreppe vom Keller bis zum 1. Stock und neuzeitlicher Treppenfortführung in das Dachgeschoss, gekrönt von dem turmartigen Zwerchhaus. Das dritte Element ist ein gegenüber dem an der Straße liegenden Teil schmalerer Bau mit abschließendem Erker, in dessen Erdgeschoss ein Festsaal, im 1. Stock drei Wohnräume ihren Platz finden. Das Gebäude ist voll unterkellert. In den Jahren 1996-1997 entstand nördlich des großen Saales ein Ausstellungssaal mit umlaufender Galerie, dem die bis zu diesem Zeitpunkt erhalten gebliebenen eingeschossigen Remisen entlang der Grundstücksgrenze weichen mussten.
Die ursprünglichen Funktionen der Räume sind in den Grundrissen der Baupläne nicht verzeichnet, es ist aber davon auszugehen, dass die Villa als Einfamilienhaus geplant war. Das Badezimmer lag im Keller, hatte farbige Fensterscheiben und eine Zinkwanne.
Im Inneren sind von den bauzeitlichen Elementen u.a. noch zu finden die Eingangsgestaltung mit Buntglasdeckenfenster, die Treppenhäuser und die Saalausschmückung.
Auf dem Dachboden fanden sich bis in die 1960er Jahre hinein auf dem Fußboden noch die Kästen, in denen die Mechanik zum Herunterlassen der Deckenleuchter der Räume des ersten Stockwerks lag.
Das Grundstück verlief ursprünglich in einem Streifen von der August-Bebel-Straße bis zur Großen Allee, wo es mit noch heute erhaltenen Wirtschaftsgebäuden abSchloss (heute Große Allee 9). 1881 wurde hier auch ein Gewächshaus zum Garten hin angebaut.
Die Wasserversorgung erfolgte vor dem Bau der städtischen Wasserleitungen und dem Anschluss an die Kanalisation über Brunnen und Zisternen. Einer der Brunnen im Garten wurde Anfang 1928 zugeschüttet, andere noch bis in die 1990er Jahre genutzt. Das Regenwasser der Dachrinnen wurde in Zisternen im Keller des Hauses gesammelt.

Geschichte ...

August-Bebel-Straße 4 - Leben zwischen zwei Welten

von Astrid von Killisch-Horn

Die Geschichte der Villa in der August-Bebel-Straße 4 begann in Mexiko, in der 1563 von den spanischen Conquistadoren gegründeten Stadt Victoria de Durango.
Mitte des 19. Jahrhunderts strebte Europa noch immer in die Welt hinaus, und mit ihm ein junger Mann aus Magdeburg: Maximilian Damm verließ um 1858 seine Heimatstadt, wo er am 24.11.1831 als Sohn des Königlich Preußischen Justizrates Friedrich Adolf Damm geboren wurde. In Durango ließ er sich als Kaufmann nieder, gründete u.a. die Berg- und Hüttenwerke von Promontorio (Silber- und Schwefelbergwerke) und war Präsident der Banco de Durango. Er muss sehr früh sehr viel Geld verdient haben, denn er führte ein großes Haus, das Wohnstätte, Kontor und Lager war: In der Casa del Conde del Valle de Súchil, dem ehemaligen Haus des Grafen von Súchil in Durango, richtete er seinen prächtigen Stützpunkt ein, und der blieb es wohl von 1858 bis 1928. Er nannte sich nun Maximiliano Damm, heiratete 1864 die zwölf Jahre jüngere spanischstämmige Maria Josefa Palacio und gründete mit ihr eine Familie. Dem preußischen Staat blieb er dabei treu: Er wurde Vizekonsul des Norddeutschen Bundes zu Durango und 1872 ernannte ihn der deutsche Kaiser zum Deutschen Consul zu Durango.

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Die 1763-1764 erbaute Casa del Conde del Valle Súchil, das ehemalige Haus des Grafen von Súchil, war Wohnsitz und Verwaltungsgebäude der Damm´schen Gesellschaften in Durango. Heute ist es örtlicher Sitz der mexikanischen Nationalbank Banamex und wahrscheinlich das eindrucksvollste Gebäude der Colonialzeit in Durango. Photographien, undatiert.

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Josefa Palacio de Damm, Maximilian Damms Ehefrau. Photographie Rudolstadt 1879.

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Maximilian Damm in einem Gemälde von Giovanetti 1897.

Mindestens fünf Kinder hatte das Paar: Der Erstgeborene, Joseph Maximilian "Maximiliano" jun., kam um 1864 in Durango zur Welt, Albert Ludwig Hugo um 1867, Maria Teresa Christina 1868, Friedrich Carl "Federico" 1870 in Durango und Maria Ines Teodora 1872. Gemäß spanischem Namensrecht bildete sich der Nachname der Kinder aus dem Namen beider Eltern: Sie hießen Damm y Palacio.
Die Kinder wuchsen in Durango heran. 1871 starb die kleine Maria Teresa im Alter von zweieinhalb Jahren an Scharlach. Vielleicht waren die Kinder der Grund, sich auch wieder in Deutschland niederzulassen. Aus den Jahren nach 1900 ist bekannt, dass es in Durango Amerikaner, Franzosen, natürlich Spanier, sogar Syrer und eine deutsche Gemeinde gab, aber jeweils nur 15 bis 30 Familien. So mögen die Eltern Ende der 1870er Jahre entschieden haben, ihre Kinder in beiden Kulturkreisen aufwachsen zu lassen. Warum sie letztlich Rudolstadt für ihr deutsches Domizil wählten, ist offen, vielleicht, weil Maximilian Damms Eltern hier zuletzt lebten. Sie verstarben zwar bereits 1873, der Vater im Januar, die Mutter im November, aber vielleicht hatten Maximilian Damm und seine Gattin die kleine Residenzstadt bei Besuchen schätzen gelernt.

Rudolstadt endete zu dieser Zeit mit der Augustenstraße (heute August-Bebel-Straße). Hier erwarb Maximilian Damm von Bergrat Lincke das Gartengrundstück gleich neben dem ehemaligen Lengefeld´schen Gartenhaus und beauftragte den Bau einer klassischen Villa mit Festsaal und Remise. Mit dem Entschluss, sich hier niederzulassen, muss das Ehepaar also von vornherein geplant haben, sich intensiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Die Pläne reichten sie Ende 1877 beim fürstlichen Landratsamt zu Rudolstadt ein - es sollte eine der ersten Villen im Westen Rudolstadts werden. Das mit klassizistischen Friesen reich verzierte Gebäude erinnerte entfernt an die von Barock und Rokoko inspirierte Villa in Durango, wenn diese auch der Kolonialarchitektur des 18. Jahrhunderts verpflichtet und mit dem in heißen Ländern obligatorischen Atrium (Innenhof) versehen war.
Das Grundstück, das sich wie viele andere in der Straße bis zur Großen Allee erstreckte, umfasste dort auch ein Gebäude entlang der Grundstücksgrenze (heute Große Allee 9). Da ein großbürgerlicher Haushalt wie der der Familie Damm auch eine Menge Personal erforderte, standen so weitere Wohnräume zur Verfügung. Wie damals üblich, lagen auch Wohnkammern unterm Dach der Villa.

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Das Zufahrtstor und die verglaste Veranda. Photographie, undatiert.

Um 1878 bezog Familie Damm ihr neu erbautes Heim. Sie führte ein vielseitiges Leben zwischen Rudolstadt und Durango. Die Kinder wurden von Gouvernanten betreut und gingen in Rudolstadt und Gotha zur Schule, vom Sohn Friedrich Damm y Palacio wissen wir, dass er von seinem 7. bis zum 14. Lebenjahr (ca. 1876 bis 1883) in Deutschland lebte. Der Vater kümmerte sich um die Geschäfte. Seinen Posten als Konsul stellte er später zur Verfügung, dafür muss er sich in Rudolstadt der Gartenleidenschaft hingegeben haben, denn 1881 ließ er im hinteren Teil des Grundstücks ein Gewächshaus errichten, das heute nicht mehr vorhanden ist.
Wenn der große Haushalt in Rudolstadt weilte, begleiteten ihn sogar die mexikanischen Dienstmädchen. Sie schliefen in den Bodenkammern, und an ihren freien Tagen gingen sie zum Bahnhof, vor Heimweh. Es war so kalt in Deutschland, und es machte viel Eindruck, wenn sie hier standen und weinten. Frau Damm war als gebürtige Mexikanerin ohnehin ein Ereignis, aber wenn sie zu Pferde durch Rudolstadt ritt, staunten die Menschen. In der Remise am Haus standen stets - wie bei fast allen vermögenden Familien der Stadt - Pferde bereit und man ritt gerne aus. Aber sie war anders, eine exotische Lady.
Maximilian Damm und seine Frau pflegten viele Kontakte in die Rudolstädter Gesellschaft und auch zum Hof, Maximilian Damm war Mitglied in der Gesellschaft Tafelrunde der auch der Fürst und sein Sohn angehörten.
Die Jahre vergingen und langsam bereiteten sich die beiden Söhne auf die Nachfolge vor. Friedrich Carl, genannt Fico, hatte nach einer praktischen Zeit in der Verwaltung des Silberbergwerkes in Durango Bergbau in Clausthal und Berlin studiert und war ein zierlicher, kleiner Mann mit feinem Gesicht und Schnauzbart. Sein Bruder Max hingegen war ein stattlicher Mann mit dunklem, vollem Bart. Die Brüder leiteten jetzt die Geschäfte in Durango. Beide heirateten, Max und seine Frau Dolores, genannt "Lola", hatten viele Kinder und bald auch Enkel, während Friedrich und seine Rudolstädter Frau Margarete Auguste geb. Kirchner (verheiratet seit 1898) kinderlos blieben. "Grüße alle Deine Kinder und Dolores von uns bestens", schrieb Friedrich an Max in einem der unzähligen Briefe, über die die Brüder Kontakt hielten und sich abstimmten, wenn einer in Übersee, der andere in Rudolstadt war. Ihre Schwester Ynes lernte in Durango den Spanier Dr. Jorge Scapachini y Romero kennen und lieben, mit der Heirat erhielt sie den Namen Ynes Damm de Scapachini. Später lebte das Ehepaar in der spanischen Stadt Sevilla, die Verbindung unter den Geschwistern blieb intensiv. Ihr Bruder Hugo bleibt in allen Schriftwechseln unerwähnt und damit rätselhaft, obwohl er sich in Mexiko um die landwirtschaftlichen Güter kümmerte und später eine Villa in Rudolstadt bezog.
Am 09.12.1898 verstarb der Patriarch Maximilian Damm in Rudolstadt. Es scheint, als wären seine sterblichen Überreste nach Durango überführt worden, wo er neben seiner bereits 1890 verstorbenen Frau Maria Josefa Palacio de Damm beigesetzt wurde. In der dortigen Kirche San Franciso verweist mit Datum vom 19.03.1899 der Stein auf der Familiengrabstätte auf dieses Ereignis. Seine Söhne und Enkel widmeten ihm das Denkmal als Zeugnis ihrer Zuneigung.
Drei weitere Mitglieder der Familie Damm sind hier beigesetzt. Die Kinder Maria Teresa und Josefa Damm y Ortigosa starben 1899 und 1887 im Alter von zehn Tagen und im Alter von einem Jahr, "zwei Engelchen flogen in den Himmel", steht auf dem Stein. Josefa Leonor Damm y Ortigosa de Yrazoqui, geboren am 18.02.1889 in Sevilla, verstarb in San Antonio, Texas am 14.06.1911 im Alter von 22 Jahren. Wahrscheinlich sind es Max´ Töchter, die hier bestattet sind, und aus dem Namen der Kinder geht hervor, dass seine Frau eine geborene Ortigosa war.

Nach dem Tod des Vaters erbte seine Tochter Ynes Damm de Scapachini das Rudolstädter Haus, vielleicht als Ausgleich dafür, dass die Söhne die Besitzungen in Durango erhielten. Am 14.11.1900 erfolgte die Zuschreibung. Die drei Kinder führten das Pendler-Leben fort, aber den großen Haushalt in der August-Bebel-Straße 4 gaben sie auf und vermieteten das Haus 1902 an Generalmajor z.D. Max von Kleist.
Die Verwaltung der Rudolstädter Besitzungen übernahm der Geheime Justizrat Otto Härtel. Vielleicht hatte er bereits für den Vater Maximilian Damm gearbeitet, vielleicht seine Vertretung auch erst mit Jorge Scapachini, der die Geschäfte seiner Frau Ynes führte, aufgenommen. Der überlieferte umfangreiche Schriftwechsel zwischen Rudolstadt und Durango, später dann Sevilla beginnt 1904, es gab stets viel zu bedenken und abzustimmen. Generalmajor von Kleist war als Hauptmieter für das gesamte Anwesen verantwortlich, nicht nur für die Untervermietung der nicht durch ihn selbst genutzten Räumlichkeiten, sondern auch für kleinere Reparaturen. Das vereinfachte die Verwaltung zwar und schuf klare Zuständigkeiten, bewahrte die Beteiligten aber natürlich nicht vor Einzelfalldiskussionen.
Familie von Kleist bewohnte das Erdgeschoss und nutzte den großen Garten, der auch Ort vieler Sommerfeste wurde. Die Kinder des Hauses übten gemeinsam mit Freunden Puppenspiele ein und führten sie den Gästen an der zur Theaterbühne umgebauten Gartenbank unter dem Rosenbogen vor. Das Weihnachtsfest feierte die Familie im festlich geschmückten großen Saal, hier standen der deckenhohe Weihnachtsbaum und die Gabentische für die Familie und die Dienstboten.
Bereits 1904 dachte Jorge Scapachini zum ersten Mal über den Verkauf des Hauses seiner Frau nach. Die Rendite war denkbar gering, wenn nicht sogar negativ, und da beide keine Beziehungen mehr nach Rudolstadt zu haben schienen, überwogen auch nicht die nostalgischen Gefühle. Vorerst kam es aber nicht dazu, statt dessen belieh Scapachini das Anwesen und legte das Geld gewinnbringend in Mexiko an.
Die Abstimmungen in Hausangelegenheiten übernahm mehr und mehr Max Damm, so auch die Mietvertragsverlängerung mit General von Kleist bis 1912 mit dem Zusatz, dass dieser Vertrag auch seine Gültigkeit behielte, wenn das Haus verkauft würde. Diese Absicherung des Mieters sollte sich später als fatal für einen Verkauf, aber glücklich für den Erhalt der Villa in Familienbesitz erweisen. Als 1908 Otto Härtel einen Käufer suchen sollte, sprangen die Interessenten bald wieder ab, weil das Haus nicht frei war. So bot Jorge Scapachini das Haus seinen Schwagern Max und Friedrich an. Max war nicht abgeneigt, aber es dauerte noch bis 1912, bis das Haus dann per Kaufvertrag vom 28.09.1912 von der Schwester zum Bruder wechselte. Der Kaufpreis von 50.000 Mark wurde mit der bestehenden Hypothek von 45.000 Mark verrechnet. Otto Härtel hatte für den Abschluss eine Sondervertretungsvollmacht von den in Spanien lebenden Jorge und Ynes Scapachini erhalten, und erst im Dezember erreichte die Nachricht vom Tode Ynes Scapachinis Deutschland. Sie war bereits sieben Tage vor Vertragsabschluss verstorben. Rechtlich hatte das keine Konsequenzen, die Villa war nun Eigentum von Max Damm y Palacio.

Wohl im Jahre 1911 erwarb auch sein Bruder Friedrich Damm in Rudolstadt seine eigene Villa. Er kaufte das Haus Schlossstraße 15 und verlegte seinen Wohnsitz dorthin (siehe dazu das Kapitel zur Schlossstraße 15).
Seine Frau Margarete, genannt Grete, und er müssen ein glückliches und gleichberechtigtes Paar gewesen sein. Sie stammte aus Rudolstadt und wurde 1871 als Tochter des Geheimen Justizrates Hugo Kirchner und seiner Frau Marie geboren. Ihr Elternhaus lag nur eine Straße von der Villa in der August-Bebel-Straße entfernt: Es war das langgestreckte Bauwerk an der Kreuzstraße, das einen Eingang zur Berthold-Rein-Straße und einen zur Kleinen Allee hat und als Verwaltungs- und Wohngebäude konzipiert worden war. Der Teil Kleine Allee 13 gehörte Familie Kirchner und nach dem Tode des Vaters nach 1900 dann Margarete Damm.

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Margarete Damm geborene Kirchner. Photographien, undatiert.

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Friedrich Karl "Federico Carlos" Damm. Photographien, undatiert.

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Margarete Damms Elternhaus Kleine Allee 13. Photographie, undatiert.

So waren es letztlich drei Häuser und das in Deutschland angelegte Geld, das durch die Kanzlei Otto Härtel und seines Schwiegersohns Dr. Oskar Hartwig verwaltet wurde. Meist waren es jetzt Friedrich und Margarete Damm, die sich kümmerten, und beide hatten Generalvollmachten, um in allen Angelegenheiten agieren zu können.
Margarete Damm war dabei eine ebenso stringente, pragmatische und zupackende Person wie ihr Mann. In ihren Briefen wirkt sie sympathisch, gebildet, intelligent, gerecht und sozial denkend, dabei aber strikt, wenn es um die Wahrung ihrer Interessen ging. Beide Ehepartner waren in den Kontakt nach Rudolstadt gleichermaßen eingebunden, einmal kümmerte sich die eine, dann wieder der andere.
Als Justizrat Härtel 1913 einen Schlaganfalls erlitt, zog er sich aus den Geschäften zurück und Rechtsanwalt Dr. Hartwig trat an seine Stelle. Über 20 Jahre blieb er ihre Vertrauensperson in Rudolstadt und sie regelten alles per Brief und bei gelegentlichen Besuchen, durch Revolutionswirren und Weltkriegsfronten hindurch. Teile des intensiven Schriftwechsels zwischen Deutschland und Übersee, in dem alle Belange der Vermögensverwaltung besprochen und angewiesen wurden, ist erhalten geblieben. Besonders die Hausverwaltung nahm viel Raum in Anspruch, denn vom Hausschwamm in einem Keller über undichte Dächer und Zimmerbrände bis hin zur Reparatur eines Gartenzauns, eingefrorenen Wasserleitungen und Mietermäßigungen für Untermieter in Mansardenzimmern wurde alles besprochen und entschieden.
Friedrich Carl Damm war ein vielseitig interessierter Mann. Er und seine Frau Grete reisten viel und ein Teil der liebevollen Korrespondenz, mit der sie von unterwegs Freunde und Verwandte bedachten, ist noch in Erinnerung. Er legte Herbarien an, hatte eine kleine Sammlung von ausgestopften Tieren, jagte leidenschaftlich, unternahm Expeditionen ins Eismeer, malte sehr gut und stellte auch aus, und an der Universität von Durango übte er 15 Jahre lang eine Lehrtätigkeit in den Fachbereichen Zoologie und Botanik aus. Die Freiheit, die ein Vermögen schenken kann, nutzten die beiden intensiv.

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Friedrich Damm im Kreise seiner Studenten im Hof der Universität von Durango. Photographie, undatiert.

1910 rief Francisco Madero die mexikanische Revolution aus. Gemeinsam mit Francisco "Pancho Villa" und Emiliano Zapata besiegte er 1911 den Diktator Porfirio Díaz, zwang ihn zum Rücktritt und leitete eine bis 1929 andauernde Zeit politischer Instabilität und ständig wechselnder Machtverhältnisse ein. Auch die Brüder Damm verließen mit ihren Familien zeitweise das Land, Max ging nach San Antonio in Texas, beide hielten sich immer wieder in Rudolstadt auf. Der Schriftwechsel aus dem Jahre 1914 verrät einiges über ihre Lebensverhältnisse in dieser Zeit.
Am 27.02.1914 schrieb Friedrich aus Rudolstadt, Schlossstraße 15 an seinen Bruder Max in San Antonio vom Leben in der Stadt: "Trotzdem ich 1 Influenza, 2 Erkältungen und ein längeres akutes Blasenleiden durchmachen musste und dieser Tage mit einer Art Grippe (starkes Bronchialkatarrh-Fieber, Schnupfen etc.) auf der Nase lag, hatte ich inzwischen aber auch viele banquetes, Kostümfest und Hofball mitgemacht, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Einen Maskenball vorgestern konnte ich wegen meiner Erkältung allerdings nicht mitmachen."

Karten.

Eine Auswahl von Einladungskarten zeugen vom gesellschaftlichen Leben in der Residenzstadt Rudolstadt. Karten 1912 und 1914.

Das Geld wurde knapp, und Max bemühte sich um ein Darlehen auf das Haus in der August-Bebel-Straße, um davon leben zu können. Aber die Ausfuhr von Geldern aus Deutschland war schwierig, und auch Friedrich gingen die Mittel aus, wiederholt bat er seinen Bruder, ihm doch Geld zu schicken, so am 01.06.1914: "Es scheint jetzt irgendwie in Mexiko sich entscheiden zu wollen. Vielleicht muss ich bald wieder hinreisen. Ich warte nur, bis einigermaßen Sicherheit ist. Kannst Du mir nicht wenigstens 1000 Pfund auf London geben? Ich bin so abgebrannt, wenn es auch nur 4000 Dollar sind." Und er wunderte sich über den Lebensstil seines Bruders: "Du mußt eine Art Zauberer sein, wenn Du in Promontorio im Monat zehntausend pesos ausgibst ohne sie zu haben. Lehre mich doch auch so etwas schönes. Das kann man immer brauchen."
Manchmal gingen Briefe auch verloren, zeitweise brach die Verbindung ganz ab. Die Villa in der August-Bebel-Straße zu erhalten bedeutete Geld zuzuschießen. Die Miete reichte nicht für die Hypothekenzinsen und sie musste weiter beliehen werden. Reparaturen wurden soweit möglich zurückgestellt. Dr. Hartwig hatte seine liebe Last, die Banken zu beruhigen, wenn die Hypothekenzinsen nicht gezahlt werden konnten, weil kein Geldtransfer möglich war.
Mittlerweile war der 1. Weltkrieg ausgebrochen. Zu Weihnachten 1914 haben Friedrich und Grete Damm in der Schlossstraße 15 "nur einen schönen Baum geputzt, das Weihnachtsfest war sehr feierlich, statt Geschenke zu machen haben wir alles der Kriegshilfe gestiftet, Grete hat mir Handarbeiten geschenkt, ich ihr zwei Ölbilder."
Beide hatten ein Abonnement im Theater, das recht gut besucht ist. "Alle Soldaten, verwundete wie gesunde, haben freien Eintritt, soweit der Platz reicht."
Die Kriegseuphorie erfasste auch Friedrich Damm, und er berichtete seinem Bruder von den Erfolgen der deutschen Truppen. Vielleicht war es ein nationalistisches Bekenntnis, vielleicht bestimmte die Angst vor der Enteignung des Besitzes von Kriegsgegnern ihr Handeln, vielleicht dachten sie auch darüber nach, ganz nach Deutschland zurückzukehren. Jedenfalls bemühten sich die Brüder um Anerkennung als deutsche Staatsbürger. Friedrich hatte auch einen mexikanischen Pass und möchte eingebürgert werden, Max benötigte eine Volksangehörigkeits-Bestätigung. Das Verfahren gestaltete sich sehr schwierig. "Sage mir, ob es sehr nötig ist, dass wir bald Deutsche werden. Sonst mache ich die Sache langsam", fragte Friedrich seinen Bruder in einem der Briefe.
Im Juli 1915 waren sie noch keinen Schritt weitergekommen. "Ich hörte von anderer Seite, dass während der Kriegszeit überhaupt nur solche Einbürgerungsversuche erledigt werden, deren Antragsteller für die Dienstpflicht im Heere in Betracht kommen, alles andere soll bis später zurückgelegt werden. Wenn es Dir also zu lange dauert und Du willst aus Verzweiflung Türke werden, dann nur zu. Ich besuche Dich dann auch in Deinem Harem. Hocke auf einem Teppich und rauche die Wasserpfeife mit einem Fez auf dem Kopp." Die Nationalitätssache von Max ginge schneller, wenn seine Söhne nach Deutschland kämen und sich freiwillig meldeten, denn das Kriegsgesetz schrieb dann schnellste Erledigung vor im verkürzten Verfahren. "Sie können ja mit mexikanischen Pässen kommen und bei der Artillerie eintreten, die im allgemeinen wenig Verluste hat." Ob sie das tatsächlich taten, war nicht mehr zu ermitteln. Erst 1915 erreichte Friedrich Carl Damm für sich und seine Frau die Einbürgerung in das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Die Verleihung der Bürgerrechte der Stadt Rudolstadt an das Ehepaar, die 1919 erfolgte, war ein davon ganz unabhängiger Akt.

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1915 erwarben Margarete und Friedrich Damm die Staatsangehörigkeit des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt. Urkunde 1915.

Friedrich und Grete Damm hatten sich in der Schlossstraße 15 wohnlich eingerichtet. Er malte und verfasste zuweilen Fachartikel. Doch er sehnte sich nach Mexiko und Nachrichten von dort. Im Januar 1915 bat Friedrich seinen Bruder darum, ihm wieder einmal die Deutsche Zeitung von Mexico zuzuschicken, auch seine Bekannten würde es sehr interessieren. Wie es wohl um seine Sachen in Durango stehe? Ob seine Bücher, Bilder, photographischen Apparate trocken stünden, die zoologische Präparate und Familiensachen? Ob der Mottenfraß seine Kleider erfasst hätte?
Im Oktober 1915 erreichte ihn dann die Nachricht, dass das Haus in Durango Hauptquartier der Revolutionäre geworden sei. General Pancho Villa hatte die Plünderung des Hauses und des Lagers verfügt und alles herausschaffen lassen, darunter sicher auch Friedrichs wenige Sachen. Max schrieb, er rege sich darüber nicht mehr auf, sondern mache sich nur eine weitere Kerbe ins Kerbholz. Friedrich reagierte sehr verbittert und schrieb ungewohnt harte Worte zurück an seinen Bruder.

Die Villa in der August-Bebel-Straße blieb Domizil für gelegentliche Deutschlandaufenthalte von Max Damm; Friedrich Damm hatte seine Zimmer in der Villa Schlossstraße 15. Beide Häuser waren vermietet, in der August-Bebel-Straße wohnte auch 1918 noch Generalmajor z.D. von Kleist als Hauptmieter.

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1916 wurde Friedrich Damm eingezogen und kämpfte in Frankreich. Photographie 1917.

Friedrich Damm war am 25.09.1918 als Gefreiter Mitglied der 2. Komp. Garn. Btl. III. VIII/45 in Cöln am Rhein und kümmerte sich von dort natürlich - um das Haus seines Bruders. Er bat Dr. Hartwig, Generalmajor von Kleist zu kündigen, um die Wohnung besser neu vermieten zu können, aber eine Kündigung war nicht möglich, wie der Rechtsanwalt antwortete. Es bestand ein besonderer Mieterschutz, der verhindern sollte, dass in den Kriegszeiten die Menschen durch den Verlust ihrer Wohnung zusätzlich in Not gerieten:

Wichtig für Vermieter und Mieter
Nach den Verordnungen des Kommandierenden Generals über die Anzeige gekündigter Wohnungen und über Kündigung von Mietwohnungen gelten im wesentlichen folgende Vorschriften, die wir zum Teil wiederholt der genauesten Beachtung empfehlen:
Jeder Besitzer und Vermieter von Wohnungen, Schlafstellen und anderen zu Wohnzwecken geeigneten Räumen hat dem städtischen Arbeitsnachweis - alte Polizeiwache, Stiftsgasse 2 - unverzüglich Anzeige zu erstatten, sobald einer der bezeichneten Räume leersteht oder gekündigt ist und hat dabei die Grösse und den Mietpreis der Räume, sowie die Mietbedingungen anzugeben.
Eigentümern, Besitzern, Niessbrauchern und anderen Verfügungsberechtigten von Wohnungen, Schlafstellen und anderen Wohnzwecken dienenden Räumlichkeiten ist verboten, den Mietern ohne deren ausdrücklich erklärtes Einverständnis das Mietverhältnis zu kündigen, wenn nicht der Vorsitzende des zuständigen Mieteinigungsamtes zuvor seine Zustimmung erteilt hat.
Die Zustimmung wird nur erteilt, wenn ein wichtiger Grund zur Kündigung vorliegt, z.B. Rückstand von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Mietzahlungen, böswillige Beschädigung oder Missbrauch der Wohnungen oder andere grobe Verstösse gegen die Mietpflichten. Sie muss versagt werden, wenn gekündigt ist, um den Mietpreis in unberechtigter Weise zu steigern, und sie soll versagt werden, wenn eine andere geeignete Wohnung nicht oder nur sehr schwierig zu beschaffen ist.
Das Mieteinigungsamt befindet sich im neuen Rathaus hier. Anträge auf Zustimmung zur Mietkündigung sind ihm schriftlich unter Angabe der Gründe zur Kündigung einzureichen.
Verstösse gegen diese Bestimmungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr, bei mildernden Umständen mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft.
Rudolstadt, den 19.09.1918. Der Stadtrat der Residenz Dr. Dittmar

Erst 1923 gab wohl nach dem Tode des Generalmajors von Kleist seine Frau das Haus auf. Den ersten Stock bewohnte seit 1904 Frau Excellenz Marie von Bieler, die Witwe des Generals von Bieler, Schwiegermutter des Generalmajors von Kleist. 1922 zogen Oberstleutnant Alexis von Bieler und seine Frau zu ihr. Gegen eine höhere Miete entsprechend dem aktuellen Preisgefüge wehrte er sich vehement.
Das Wohnungsamt wies die Villa nun dem Oberstabsarzt Dr. Felix Haase, Facharzt für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe und seiner Frau Irmgard geb. Goldhammer zu. Als neue Hauptmieter des Anwesens, das nach wie vor auch die Gebäude Große Allee 9 umfasste, verpflichtete sich das Ehepaar im Mietvertrag vom 22.03.1924, 2000 Mark Miete jährlich, alle Nebenkosten des Anwesens, die Instandsetzung und laufende Instandhaltung zu übernehmen. Die Untervermietung an geeignete Persönlichkeiten war gestattet.
Im Erdgeschoss richtete Dr. Haase in den Räumen zur Straße seine Praxis ein und bezog Wohnräume im Erdgeschoss und über dem Saal. Ursprünglich wollte er in dem großen und repräsentativen Haus eine Privatklinik gründen, nahm aber dann doch davon Abstand. So blieben die Villa und ihre Nebengebäude weiterhin von vielen Parteien bewohnt: Erdgeschoss und erste Etage des Haupthauses, die Räume über dem Saal, die Mansardenzimmer, die Remise, die Gebäude zur Großen Allee, selbst das Turmzimmer über dem Nebeneingang. Es wird berichtet, dass der Saal noch nach dem Krieg als Krankensaal für Dr. Haases stationäre Patienten diente.
Die Hausverwaltung lag bei Irmgard Haase, die auch einen sehr freundschaftlichen Kontakt zu Grete und Friedrich Damm hielt. 1922 scheint ein Kaufvertrag den Übergang des Gebäudes von Max Damm an seinen Bruder Friedrich Damm verfügt zu haben, die Übertragung des Eigentums wurde "aus besonderen Gründen" erst am 31.10.1931 vollzogen. Die Korrespondenz und die Entscheidungen zum Haus erfolgten schon lange nur noch über Friedrich Damm.
Die Revolutionsschäden in Mexiko, für die es natürlich keine Entschädigungen gab, und die aufkommende Weltwirtschaftskrise trafen auch die Familie Damm mit ihren Besitzungen. Friedrich Damm war gezwungen, sein Haus in der Schlossstraße 15 zu verkaufen (siehe dort). Am 14.02.1931 meldete Dr. Hartwig an Friedrich und Grete Damm nach Mexiko den vollzogenen Umzug der Möbel und des Hausrats in die August-Bebel-Straße 4.
Zunächst schien es fraglich, ob alles in das bereits dicht bewohnte Haus passen würde, die großen freien Bodenkammern reichten bei weitem nicht aus, fast hätte der umfangreiche Besitz, der nicht nur aus ihrem eigenen Hausstand, sondern auch aus dem Nachlass von Margarete Damms Mutter Marie Kirchner bestand, auf mehrere Häuser verteilt werden müssen. Die Möbel befinden sich hauptsächlich alle in den drei Zimmern über dem Saal, von denen das nicht heizbare kleinste bis oben angefüllt ist, während in den beiden anderen Räumen die Möbel noch so stehen, dass man darin wohnen kann und im Nordzimmer, wo ein großes Bett aufgeschlagen ist, auch schlafen kann. Auf dem Boden stehen die vielen Kisten und Schränke. Am 01.04.1931 wurde vorsichtshalber ein Gutachten eingeholt, ob die Decken überlastet seien. Das war nicht der Fall, die schweren Möbel standen eher am Zimmerrand.
Eigentlich sollten die so provisorisch hergerichteten Räumlichkeiten für die gelegentlichen Besuche in Deutschland dienen. Aber nur vier Jahre später mussten Damms endgültig zurückkehren.
1933 war Max Damm y Palacio gestorben, die Last der Firmenführung lag jetzt allein auf Friedrich Damms Schultern. Am 23.01.1935 schrieb er an Dr. Hartwig: "Wir sind entschlossen, uns hier bald loszumachen, selbst falls wir eine katastrophale Liquidation unseres hiesigen Eigentums vornehmen müssen, was ziemlich sicher ist. Schließlich kann man seine Gesundheit und Fähigkeit für den Lebenskampf nicht außer Rechnung stellen, alles hat einmal sein Ende. In dieser Hinsicht wollen wir auch das Haus Augustenstraße 4 auch vorläufig nicht verkaufen. Wenn wir erst dort sind, lässt sich ja noch darüber reden. Es ist auch dort wie hier in Durango für den Verkauf von Häusern die denkbar schlechteste Zeit."
Irmgard Haase und Dr. Hartwig bereiteten alles für Damms Rückkehr vor, die Mitte Juli eintreffen, aber bis zum 01.10.1935 meist auf Reisen sein wollten. "Die Zeit in Rudolstadt werden wir selbstverständlich in den uns zustehenden drei Räumen über dem Saal wohnen und auswärtig essen und baden. An Hotel denken wir nicht", schrieb Friedrich Damm an Dr. Hartwig. Grete Damm intervenierte und bat Frau Haase, die Wohnung von Fabrikdirektor König, der gerade erst seit Oktober des Vorjahres hier wohnte, zum 01.07.1935 zu kündigen, "weil es eine Unmöglichkeit ist, in den drei Räumen zu wohnen."
So kam das mittlerweile betagte Ehepaar nach Deutschland zurück, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Sie richteten sich im Hause ein und lebten bis zu ihrem Tode in der Villa. Nachbarn erinnern sich noch mit liebevollen Gefühlen an die beiden, wie sie gemeinsam über die Straße gingen. Sie sprachen stets sehr laut miteinander, denn Friedrich Damm war von früher Jugend an schwerhörig gewesen. Wenn es etwas war, was trotzdem niemand hören sollte, sprachen sie spanisch.
Nun gab es einen Verwalter in Durango, Hans Christeinicke, der sich um die dort verbliebenen Vermögenswerte, vor allem Immobilien, kümmerte. Ihm schrieb Friedrich Damm von den Aktivitäten nach der Rückkehr nach Rudolstadt. So konnte er am 28.05.1937 berichten: "Unser Haus ist jetzt von einem Gerüst umgeben. Es wird neu verputzt und gestrichen, kaltes rosa mit hell abgesetzten Fensterrahmen. Es wird wieder recht schön, kostet aber einen Haufen Geld. Zu traurig und düster sah es aus, wie wenn es über die entschwundenen schönen Zeiten weinte. Auf die Dauer hätte mich das an dem lieben alten Familienhaus noch schwermütig gemacht. Man hat so viele Erinnerungen. In jeder Stube, im Garten, bei jedem Baum, der damals, als wir noch Kinder waren, ein Zierbäumchen und jetzt über 15m in die Höhe ragt. Im Grunde ist das alles nichts, aber - to whom it may concern - ist es viel, wie alles im Leben und das Leben selbst auch. Ich möchte auch solche Gefühle nicht missen und beneide die Menschen nicht, die eine Seele aus Leder haben."
"Das Haus steht jetzt da wie frisch aus dem Ei gepellt", ergänzt er in seinem nächsten Brief am 05.07.1937 nach Durango.
Wieder befanden sich beide Ehepartner mitten im gesellschaftlichen Leben, Grete Damm pflegte ihre Bridge-Runde, Friedrich Damm war wieder dem alten Schützenverein (dabei denke ich an unseren seeligen Schützenverein in Durango) beigetreten, um den Gebrauch der Waffe nicht ganz zu verlernen. "Aber meine Augen haben sehr nachgelassen, und zum Schützenkönig werde ich es wohl nicht mehr bringen." Einige Wochen danach entschuldigte er sich für seine verspätete Antwort: "Ihr Schreiben kam mitten in den Trubel des Schützenfestes hinein und da ich wider Erwarten doch einer der beiden Könige (es gibt hier zwei Schützengesellschaften) wurde, komme ich jetzt erst dazu, meine angesammelten Pultarbeiten zu erledigen."

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Friedrich Carl Damm (vorne Mitte) im Kreise seiner Schützenkameraden. Photographie wohl 1937.

"Von allen bekannten Durangueños, doch besonders von uns, ein dreifaches Horridoh dem neuen Schützenkönig, Friedrich Karl I., für den wunderbaren Kernschuss. Tausend Dank für die schöne Aufnahme im Kreise Ihrer Kameraden. Ich habe Sie hier nie mit einem so glücklichen Gesicht beobachtet, auch ganz jung sind Sie wieder geworden, drüben. Alle Freunde teilen meine Ansicht, Frau Marquez eingeschlossen." Aus dem Brief von Hans Christeinicke vom 4. Oktober 1937.
Im zweiten Weltkrieg erlebten die Villa und ihre Bewohner die gleichen Entbehrungen wie alle anderen auch. Viele Flüchtlinge kamen, und gegen Kriegsende vergruben die Bewohner ihre Wertgegenstände im Garten. Friedrich und Margarete Damm jedoch fanden ihren Schmuck, die kleinen Wertgegenstände und die Pistole nicht mehr, sie waren gestohlen worden.

Nach dem zweiten Weltkrieg veränderte sich die Welt grundlegend. Damms hatten ihren Besitz verloren und lebten nun in einer Gesellschaftsordnung, die ihr gesamtes bisheriges Leben verneinte. Ihrer Freundlichkeit und ihrer Lebensbejahung tat das keinen Abbruch, und wie so viele ehemals vermögende Menschen richteten sie sich nun in aller Bescheidenheit ein neues Leben ein. Ein wenig exotisch muteten sie an, wenn sie ihre gemeinsamen Spaziergänge unternahmen. Friedrich Damm trug stets ein kleines Samtkäppchen und seine Frau Grete, etwas größer als ihr Mann, manchmal ein Hermelinchen um die Schultern. Sonntags gingen sie auswärts essen, und wie in Erinnerung ihres früheren Lebensstils leisteten sie sich regelmäßig Maniküre und Pediküre von ihrer kleinen Rente. Zu Hause trug Grete Damm auf ihrem Bubikopf ein kleines Häubchen aus changierender Seide. "Däzchen" und "Fico" nannten sie sich gegenseitig, und wer sie zusammen erlebte, war entzückt von ihnen.
Über viele Jahre schickte ihre Lieblingsnichte Marguerita aus Mexiko frisch gerösteten Kaffee. Er kam in einem Jutesack und duftete herrlich. Eine handschriftliche Notiz von Friedrich Carl Damm verrät von den ganz einfachen Freuden des Lebens:

"Dienstag, der 23. Sept. 1947, mein 77. Geburtstag, war trotz der schweren Zeit, die auf uns lastet, ein schöner Tag für mich. 1. hatte ich gut geschlafen. 2. hatten wir für den Tag schon gesammelt, zudem wir echten guten Kaffee mit Vollmilch und Zucker und Butterbrötchen, dazu herrliche Birnen frühstücken konnten und dabei durch das Fenster einen prachtvollen Sonnenaufgang beobachteten.
Da zufällig das Hochamt vom Bischof gerade an diesem Tage im Freien [auf der Freilichtbühne des Schlosses] abgehalten wurde und dabei bestes Wetter herrschte, verband ich den Spaziergang da hinauf mit einer schönen, außergewöhnlichen und malerisch angelegten Messe.
Mittags gab es ad hoc geschlachteten Karnickel als Braten mit jungen Kartoffeln, Gurke-Tomatensalat und als Dessert eingemachte Süßkirschen auch aus dem Garten.
Nach einer gut geschlafenen Suite kam der frisch gebackene Apfelkuchen mit Ness-Café und Zubehör zur vollen Geltung. Dann gingen wir in den Garten, um die Kaninchen zu füttern und etwas zu ernten.
Zum Abendessen kalten Kaninchenbraten, Butterbrötchen und pro Nase 2 Tassen mexikanisch bereitete Schokolade.
Abends konnten wir ganz ungestört lesen und bei auftretender Müdigkeit schlafen gehen.
Wir hatten vorgesorgt, dass keine Gratulanten kamen, die es sich aber nicht nehmen ließen, nachträglich noch zu gratulieren.
Tags vorher kamen auch Liebesgaben aus Amerika gerade noch rechtzeitig zur Feier an. F. C. Damm y Palacio"

Als die Not um das große Haus zu gewaltig wurde, entschieden sie sich zum Verkauf. Die Gartenhilfe konnte mit silbernen Gefäßen bezahlt werden, aber Reparaturen waren nicht zu bewerkstelligen. Die Verwaltung für das Haus lag ohnehin wie bei den meisten Gebäuden in der Hand der Stadt, sie bestimmte die Mieter und deren Mietzinse.
Es war ein Glücksfall, dass gerade zu dieser Zeit eine Witwe mit zwei Töchtern ein ebensolches Haus suchte. Valeska Leonhardt war in Oberschlesien aufgewachsen, ihr Vater Josef Kolano war Viehaufkäufer gewesen, ihr Onkel hatte die dazugehörige Fleischerei gehabt, es war ursprünglich eine sehr wohlhabende Familie mit elf Kindern. Während die Jungen im Betrieb halfen, kümmerten sich die Mädchen mit ihrer Mutter um Haus und Garten, bis sie selbst heirateten. Das war es, was Valeska Leonhardt gelernt hatte, was sie beherrschte und liebte. Ein großes Haus zu führen und zu verwalten.
Nach der Flucht und nach dem Verlust ihres Mannes kam sie 1951 mit ihren Töchtern Roswitha und Renate von Erfurt nach Rudolstadt. Es war ihr ein besonderes Bedürfnis, wieder ein Haus zu haben und sie kaufte zunächst ein kleines an der Keilhauer Straße. Es gab einige Optionen, auch zwei Villen in der Schlossstraße, aber als sie von der Villa in der August-Bebel-Straße 4 erfuhr, hatte sie ihr Wirkungsfeld gefunden. Natürlich rieten ihr alle ab, ein solches Haus schien nichts anderes zu sein als eine unglaubliche Belastung, aber sie wusste, was sie wollte.

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Renate, Valeska und Roswitha Leonhardt anlässlich der Kommunion der beiden Mädchen. Photographie um 1955.

Und Grete und Friedrich Damm, ohne Verwandte und ohne finanzielle Mittel, fanden in ihr eine Stütze. Neben einem Fixum aus dem Verkauf des Hauses in der Keilhauer Straße wurde der Kaufvertrag um 1955 auf Rentenbasis geschlossen, und die Pflege des Ehepaares bis hin zur Sorge um ihre Beerdigung wurden Vertragsbestandteil.
Damms und Leonhardts bewohnten je zwei Zimmer und teilten sich eine gemeinsame Küche. Wasser gab es in der Küche nicht, schließlich war es noch immer in der Grundstruktur eine Villa, das Wasser musste auf dem Flur geholt werden.
Im Laufe der Jahre brachte Valeska Leonhardt Haus und Garten im Rahmen ihrer Möglichkeiten in Ordnung. Es begann damit, dass die Töchter Wochen damit zubrachten, den Müll, der nach dem Krieg von den Bewohnern rund ums Haus vergraben worden war, auf kleinen Handwagen zum Müllplatz der Porzellanfabrik neben dem Ankerwerk zu fahren. Auf dem Rückweg brachten sie von dort Porzellanformen und Gipsabdrücke mit zurück. Diese fanden als Einfassung der Wege und Beete im Garten eine neue Bestimmung.

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Das Bild aus der Zeit vor der Fassadensanierung in den 1970er Jahren dokumentiert die Farbgestaltung von 1937.
Auf dem Bild gut zu erkennen ist die besondere Dachrinnenkonstruktion: Die in Kastenform gearbeiteten Rinnen saßen auf dem Mauerwerk und verschmolzen auf diese Weise optisch mit ihm. Konstuktiv erwiesen sie sich als Schwachstelle, da sie häufig leck schlugen. Photographie wohl 1970er Jahre.

Die resolute Mutter kümmerte sich um den Garten, der für die Gemüsebeete der Mieter in Parzellen aufgeteilt war, kämpfte mit den Behörden für die Neueindeckung des undichten Daches, tapezierte und strich die Fenster und Wände selbst. Die Haustüre wurde mit Hilfe des damaligen Bühnenbildners am Theater in der noch heute vorzufindenden Farbgebung restauriert, sogar mit Blattgold belegt und allseits bewundert. Zuletzt erreichte sie es sogar, dass die Fassade neu gestrichen werden konnte, und das zu einer Zeit, in der sich die Häuser allenthalben im grauen Einheitsputz oder mit verwitterten Gesichtern zeigten. Rosa und sandsteinfarben war die Villa gewesen, und wieder half der Kontakt zum Theater. Farbe zum Selbstanrühren erhielt Valeska Leonhardt, und die Überraschung war groß: Sie war pink! Experimente im Mischungsverhältnis konnte sie nicht wagen, lieber eine pinke als eine scheckige Fassade, lautete die Devise. "Ein Traum in Himbeer und Vanille" titulierte die Zeitung halb ironisch, halb liebevoll. Man hätte gerne auch eine andere Farbe genommen!
Der herrliche Saal hingegen erlebte ein traurigeres Schicksal. Nachdem er im Krieg Luftschutzraum gewesen war (noch 1970 befanden sich hier Geräte und Anschauungsmaterial aus dieser Zeit), durchlitt er viele Nutzungen. Die beste war noch die als Klassenzimmer für den Religionsunterricht, zwei Öfen beheizten den Raum, er war belebt und wurde gut gepflegt. Einigen Stellen der Stadt war das eher ein Dorn im Auge, und so diente die vor dem Saal aufgehängte Wäsche als Kündigungsgrund, angeblich verschmutzten die Kinder sie immer wieder. Kurzum, die Kirche musste den Saal räumen. Als Schulungsraum der Zivilverteidigung wurde der ebenso herrliche wie empfindliche Parkettboden laufend nass durchgewischt, historische Leuchter und Lampen fanden sich im Hof wieder. Als Lagerraum für den Handel gruben schwere Autofelgen Löcher in die Intarsien, es wurde in dem vollgestellten Raum nicht mehr gelüftet, nicht mehr sauber gemacht, der angerufene Denkmalschutz reagierte nicht.
Fast wäre es noch schlimmer gekommen, die engagierte Valeska Leonhardt konnte es verhindern: 1969 entstand der Plan, hier eine Schulspeisung einzurichten, und da es keine Nebenräume gab, sollten auch Essensausgabe, Geschirrrückgabe und Spüle im Saal selbst etabliert werden. Der Schriftwechsel atmet Widerspenstigkeit und zivilen Ungehorsam, je weiter man liest, desto mehr fürchtet man die augenblickliche Enteignung, aber Valeska Leonhardt setzte sich mit Hilfe ihres Anwalts durch, sie verhinderte den Umbau des Saales. Die Schulspeisung fand letztlich in einem anderen Gebäude ihren Platz.
Für ihre Töchter war das große Haus mit seinen wunderlichen Dingen ein Paradies. Die Wände voller Gemälde, über dem Ofen ein großer Schildkrötenpanzer und drei Sägefisch-Sägen, überall Gehörne und ein Papierkorb, gefertigt aus der Haut eines Krokodils, dessen Füße die Ständer bildeten. Das alles regte die Phantasie aufs höchste an. Das Ehepaar Damm war für die beiden Mädchen wie Großeltern. Die kleine Roswitha war oft bei ihnen, das selbstgebaute Hörgerät aus einem Schlauch und einem Haushaltstrichter machte großen Eindruck auf sie, und hier entdeckte sie ihre künstlerische Ader, zusammen mit Friedrich Damm, der ihr allerlei Tiere vormalen musste. Er sang ihr spanische Lieder vor und versuchte, ihr die Sprache näherzubringen. Seiner Frau brachte er abends vor dem Schlafengehen ein Ständchen auf der Flöte. Es klang wunderschön durch das Haus.

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Roswitha Rabe als Jugendliche im Garten auf der Steinbank, die das Monogramm Maximilian Damms trägt. Photographie um 1960.

Am 3. Oktober 1958 starb Margarete Damm geborene Kirchner. Am 23. September, dem Geburtstag ihres Mannes, war sie noch schnell in die Stadt gegangen, um etwas zu besorgen, da stürzte sie und brach sich den Arm. Im Krankenhaus in Bad Blankenburg verstarb sie zehn Tage später an den Folgen einer Wundentzündung. Friedrich Damm blieb allein zurück, er hat ihren Tod nie verwunden. Ein Jahr später folgte er ihr. Zuletzt pflegten ihn auch die katholischen Schwestern, Angst plagte ihn, und es sollte immer jemand an seinem Bett sitzen. Es wird erzählt, dass sein Vater der Kirche in der Caspar-Schulte-Straße bei deren Bau 1872-1874 ein Bleiglasfenster gestiftet hatte, und die Verbindung zu dem Gotteshaus blieb seinem Sohn bis zuletzt ein Trost.

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Margarete und Friedrich Damm, Altersbild. Photographie, undatiert.

1987 starb nach mehreren Schlaganfällen auch Valeska Leonhardt. Sie hinterließ ihren Töchtern ein Haus, vom Keller bis zum Dachboden angefüllt mit Erinnerungen aus drei Haushalten. Koffer, Kisten und Möbel der Familie Damm, dann ihre eigenen Sammlungen und Antiquitäten, die sie im Laufe der Jahre leidenschaftlich zusammengetragen hatte, und hinzu kam noch der Haushalt ihrer Tochter Roswitha Rabe, die hier ebenfalls mit ihrer Familie lebte. Einige Jahre hielten die Schwestern das Haus, aber nach der Wende, die den Häusern endlich die Chance gab, umfassend saniert zu werden, sahen sie sich gezwungen, die Villa zu veräußern, die Belastung war zu groß.
Die Interessenten standen Schlange. Das herrliche Haus lockte sowohl Investoren als auch Glücksritter aus dem Westen an, die hier ein Schnäppchen machen wollten. Der Renovierungsbedarf war hoch, aber verschenken wollten es die Schwestern nicht. Sie hingen an der Villa, für die ihre Mutter sich mit allem, was sie war, eingesetzt hatte, es sollte in gute Hände kommen. Es dauerte bis 1993, bis sie nicht nur einen geeigneten, sondern sogar einen idealen Käufer fanden.
Wer würde besser in dieses Haus passen als ein Ehepaar, das alte Dinge schätzte? Das sogar mit ihnen beruflich umging? Das die herrliche Villa auch zu einem öffentlichen Raum machen würde?

Seit 1973 gab es in Rudolstadt einen Geheimtip für Sammler und Liebhaber schöner alter Dinge. Martin Wendl und seine damalige Frau Bettina eröffneten in diesem Jahr die "Antiquitätenstube", deren aus dem tristen Waren-Sortiment der DDR herausragendes Angebot bald weit über Rudolstadt hinaus bekannt war. Für die beide war es Berufung und Inspiration, und während Martin Wendl sein Wissen über alte Dinge in Büchern weitergab, baute seine Frau über anderthalb Jahrzehnte liebevoll eine Puppensammlung auf, die häufig in Ausstellungen gezeigt und selbst durch die sozialistische Presse viel beachtet und gelobt wurde.
Als die in vielerlei Hinsicht vom Untergang bedrohte DDR Ende der 1980er Jahre mehr und mehr auch auf das Privateigentum von Kunstsammlern zugriff, um mit dem Verkauf der Objekte im westlichen Ausland Devisen zu erhalten, geriet auch das Ehepaar Wendl zwischen die Mühlräder der Staatssicherheit und der "Kommerziellen Koordinierung" Alexander Schalck-Golodkowskis. In einer groß angelegten Aktion unter dem konstruierten Deckmantel der Steuerhinterziehung wurde nicht nur ihr guter Ruf systematisch zerstört, sondern mit erpresserischen Mitteln der größte Teil der Sammlung und des Hausrates zwangsenteignet.

Die anschließenden Demütigungen und Diffamierungen sowie das von Staatsseite ausgesprochene Berufsverbot gegen das Ehepaar Wendl, das sich zur Wehr setzte, ließen letztlich nur noch einen Ausweg offen, die Ausreise in den Westen. Am 30. Mai 1989, nur fünf Monate vor der Maueröffnung, verließen Martin und Bettina Wendl die DDR.
Es sollte nur zwei Jahr dauern, bis Martin Wendl voller Tatendrang nach Rudolstadt zurückkam, doch für ihn waren es zwei sehr lange Jahre gewesen. Sie brachten nicht nur die Trennung des Ehepaares, sondern auch eine neue Liebe und ein neues Konzept, das das Paar Martin und Anke Wendl von Würzburg aus entwickelte und anstieß: das Kunst-Auktionshaus Wendl.
Der Termin der ersten Auktion war sorgfältig gewählt: der 2. Jahrestag des Mauerfalls, der 9. November 1991. 615 Katalognummern rief die gebürtige Thüringerin Anke Wendl im Saal des ehemaligen Gasthauses "Zum Hirsch" auf, nur vier wurden nicht verkauft. 20 Jahre war Anke Wendl jung. "Wenn ich es nicht von Anfang an schaffe, schaffe ich es nie!" spornte sie sich an. Der Besucherandrang war so groß, dass sogar von der Straße aus geboten wurde. Naturgemäß kamen viele Neugierige, aber auch Sammler, die heute zu den Stammkunden zählen.
Schnell wuchs das kleine Unternehmen, die Räumlichkeiten platzen aus allen Nähten, und es galt, einen neuen Stammsitz zu finden. Wie ein Wink des Schicksals kam die schon seit Jahren zum Verkauf stehende Villa August-Bebel-Straße 4 in Erinnerung. Die siebte Auktion war sehr gut verlaufen, und der Preis für die Villa noch einmal heruntergegangen. Und was vor einiger Zeit noch unmöglich schien, wurde mit starker Hilfe einer gründerfreundlichen Bank und hoher Sympathie der beteiligten Parteien füreinander plötzlich möglich: Roswitha Rabe und ihre Schwester verkauften im Dezember 1993 die Villa an Anke und Martin Wendl. Bis heute besteht diese hier entstandene Freundschaft. Viele Stücke aus dem nun zu räumenden Haus reichten die Rabe-Schwestern gleich im Auktionshaus Wendl ein.
Es war ein großer Kraftakt, die Villa umfassend und gründlich zu sanieren, sowohl zeitlich als auch finanziell, und die unangenehmen Bauschäden, mit denen das Haus seine neuen Eigentümer immer wieder überraschte, waren vielfältig. Die denkmalgerechte Wiederherstellung beschäftigte die ganze Familie, und Anke Wendl verbrachte einen heißen Sommer hochschwanger auf einem Gerüst, um die vergoldeten Stuckelemente der Saaldecke wieder freizulegen. Die vielen originalen Details, Wendeltreppe, Parkett, Deckenschmuck, Holzelemente, dazu der herrliche große Garten mit altem Baumbestand und Teich, das lieben Wendls besonders an dem Haus.
Die erste Auktion im neuen Domizil fand im September 1994 statt; die Räume waren so prall mit Ware gefüllt, dass als Auktionsraum im Garten ein Festzelt aufgebaut wurde. Mancher Besucher erinnert sich noch mit Schmunzeln an die Stillpausen, die Auktionatorin Anke Wendl während der Versteigerung für ihren wenige Wochen alten Sohn Moritz nach entsprechend charmanter Vorankündigung einlegte.
Bis Ende 2008 hat sie mehr als 60 Auktionen als Auktionatorin bestritten, nur zwei Mal musste sie ihr Mann vertreten. Jedes Mal ein Marathon über zwei Tage durch mittlerweile weit über 4.000 Stücke. Seit Jahren ist das Auktionshaus Wendl das größte Auktionshaus in den neuen Bundesländern und beschäftigt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kunden kommen aus aller Welt, mehr als 8.000 sind im Kundenstamm verzeichnet. Viele bieten heute schriftlich, aber am schönsten ist es, die Villa mit ihrem herrlichen Saal und dem parkähnlichen Garten vor Ort zu besuchen. Drei Mal im Jahr, jeweils eine Woche vor der Auktion, kann der interessierte Besucher dort ein überwältigendes Angebot vielfältigster Antiquitäten bestaunen und hat außer der Freude am Betrachten auch noch die Option, die Schätze zu ersteigern. Ein großer Galerie-Anbau ergänzt das Haus seit 1997, hier sind in der Vorbesichtigungszeit vor allem Möbel und Gemälde ausgestellt. Als neueste Erweiterung ist die "Bel Etage" als Sonder-Ausstellungsfläche integriert, damit die zunehmend hochwertigeren Antiquitäten und Sammlungen, die dem Haus anvertraut werden, noch mehr "Platz zum Strahlen" haben.
Anke und Martin Wendl sind von früher Jugend an Liebhaber alter und schöner Dinge. Über ihren Altersunterschied schmunzeln die beiden, und er ist vergessen, wenn man sie miteinander erlebt, sie zusammen agieren sieht; ein gleichberechtigtes, stimmiges und liebevolles Paar, das sich einen großen Traum verwirklicht hat und diesen äußerst erfolgreich lebt.

Es ist ein offenes Haus, das Wendls führen, es herrscht eine ganz besondere, überaus freundliche, freundschaftliche und familiäre Atmosphäre zwischen ihnen, den Mitarbeitern und ihren Kunden. Eine ruhige Geschäftigkeit in der Lust an den schönen Stücken und der schönen Umgebung ist immer spürbar, wenn man die Villa besucht, die auf diese Weise eine der ganz wenigen in Rudolstadt ist, die mehrmals im Jahr zu einem großen Teil besichtigt werden kann. Inkognito kann jeder das Haus über die Homepage www.auktionshaus-wendl.de besuchen. Ein persönlicher Besuch an den Vorbesichtigungstagen hat jedoch seinen eigenen, unverwechselbaren Reiz.

Gebindstraße 6

Home

Daten ...

GS06

Baujahr

1911

Bauherr

Julius Straus

Architekt/Planverfasser

Föhrer/Halle  

Nutzung

Wohnhaus, Tuberkuloseklinik, Arztpraxis

Geschichte ...

Die Villa Straus - Wie Rudolstädter Porzellan ins Kaufhaus Macy’s kam

von Dr. Renate Reuther

Das Haus Gebindstraße 6 wurde nach dem zweiten Weltkrieg von der Tuberkulosefürsorge genutzt. Allerdings verließ man sich ganz auf die alte Bausubstanz und renovierte nicht, bis schließlich der Schornsteinfeger im März 1969 sein Veto einlegte und mit einer Schließung des gesamten Hauses drohte. Heute ist unter anderem immer noch eine lungenärztliche Praxis darin untergebracht. Allerdings war das Haus nicht für diese Nutzung geplant, sondern musste sich, wie die meisten Villen, als flexibel erweisen.

Der Fabrikbesitzer Julius Straus beantragte am 18.12.1911 den Bau eines Landhauses nach Plänen der Architekten Föhrer mit Baukosten von 31.000 Mark. Herr Straus hatte schon 1909 bei der Familie Ronneberger in der Gebindstraße 10 gewohnt und war noch 1912 in der Gebindstraße 7 gemeldet, von dort aus übernahm seine Frau die Bauaufsicht. Frau Straus kam dort nach dem Krieg wieder unter, als ihr Haus von den Amerikanern und Russen besetzt wurde.
Ein Teil der Familie Straus war aus der Pfalz 1852 nach Amerika ausgewandert. Als einfacher Hausierer begann Lazarus Straus dort sein Leben, wurde später Teilhaber des Kaufhauses Macy’s in New York und gründete einen Glaswaren - und Porzellanhandel. Bei den zahlreichen Einkaufsreisen in Europa wurde die Idee geboren, doch gleich selbst eine Fertigung in Deutschland aufzubauen und so wurde 1882 in Rudolstadt die Strauss Pottery Co New York gegründet und innerhalb weniger Jahre zum größten und modernsten Betrieb in der Stadt. Zum Geschäftsführer wurde ein Nachfahre der deutschen Linie, der 1869 in Kaiserslautern geborene Julius Straus berufen.
Straus war ab 10.06.1891 erstmals in Rudolstadt gemeldet, ließ sich nieder, heiratete hier Erna Wolff, die 16 Jahre jünger war als er und baute sich erst mit 42 Jahren die Villa an der Gebindstraße. Damit lebte er in der weiteren Nachbarschaft des Porzellanfabrikanten Eduard Müller, der ursprünglich die Firma Strauss Pottery in Rudolstadt aufgebaut hatte, bevor er seine eigene Fabrik gründete.
Julius Straus stand weiterhin in Kontakt mit den amerikanischen Familienmitgliedern, die immer wieder nach Deutschland und dabei nach Rudolstadt kamen. Die Rückfahrt in die USA, natürlich 1. Klasse, buchte 1912 Isidor Straus mit Frau auf der Titanic. Sie weigerte sich mit den anderen Frauen in ein Rettungsboot zu steigen, da sie lieber bei ihrem Mann bleiben wollte. An beide erinnert eine Statue im Straus Park in New York (www.titanic-facts.com).
Das Haus imponiert von außen durch seine behäbige Größe auf einem Natursteinsockel, die angedeutete Dreiflügelanlage und das mächtige Dach. Die Fassade ist relativ streng gegliedert, deutet aber im Mittelteil durch die hohen Fensterflächen und die Gestaltung der Loggia an, welchen Anspruch die Bewohner an eine repräsentative Lebensgestaltung hatten. Innen setzt sich diese strenge Kühle durchaus nicht fort, wenn auch einige Einrichtungsgegenstände schon im schnörkellosen Stil des Werkbundes gehalten sind. Während die Wohnräume von der neuen Zeit zeugen, ist das Herrenzimmer noch im schweren Stil des Historismus gehalten. Vielleicht ist dies auch einfach Ausdruck der Tatsache, dass der Hausherr einen konservativeren Geschmack hatte als seine jüngere Ehefrau. Auffällig waren auch die Spannteppiche, die sich allgemein erst viel später durchsetzten, wie auch die handwerklich sehr aufwendige Bespannung der Wände mit Stoffen.

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Historische Innenansicht

Herr Straus starb 1933, seine Frau blieb während der Kriegszeit hier. Nach dem Krieg begannen aber die Schwierigkeiten erst richtig. So wurden Familien in das Haus eingewiesen, die Heizung war zu verschwenderisch und konnte nicht betrieben werden. Es galt also in den früheren Wohnräumen Kochgelegenheiten und Öfen aufzustellen. Diese Schwierigkeiten dauerten noch bis ins Jahr 1948 an, als die Hausbesitzerin in dem ihr zugewiesenen Zimmer immer noch ohne Ofen war und der Winter vor der Tür stand. Sie benützte das Badezimmer über dem Gang, wo auf der mit einem Brett abgedeckten Badewanne eine provisorische Kochstelle eingerichtet war.
Frau Straus lebte dann im Altenheim in Cumbach. Sie vermisste dort sehr ihre prachtvollen Rosen, die in der Gebindstraße ihr ganzer Stolz gewesen waren. Dafür pflegte sie den Rosengarten an den Bauernhäusern.

Schloßstraße 23

Home

Daten ...

SS23

Baujahr

1903 - 1904

Baustil

Jugendstil

Bauherr

Fabrikbesitzer Eduard Müller

Architekt/Planverfasser

Oscar Mächtig  

Nutzung

Wohnhaus, Arztpraxis

Frühere Adresse

Vor 1909: Schloßstraße 1d

Geschichte ...

Schloßstraße 23 – Leben im Gesamtkunstwerk

von Dr. Renate Reuther

Die Villa in der Schloßstraße 23 in Rudolstadt fällt durch ihre malerische Gestaltung besonders auf. Sie thront über dem kleinen Platz, der sich durch die Kurve bei der Abzweigung der Gebindstraße ergibt und ragt mit ihrem Türmchen keck heraus. Für diese Villa wurde am 19. Mai 1903 ein Bauantrag gestellt durch den Fabrikbesitzer und Reichstagsabgeordneten Eduard Müller. Den Bauplan erstellte der Rudolstädter Zimmermeister Oscar Mächtig.
Diese Villa hat die vielen Jahre der Nutzung, nicht nur als Wohnhaus, sondern ab 1937 auch als Arztpraxis gut überstanden. Im Erdgeschoss ist noch viel von der Originalausstattung erhalten und so kann man noch erahnen, dass damals ein Wohnhaus als Gesamtkunstwerk entworfen wurde. Es ging um nichts weniger als die Verschmelzung von Kunst und Leben. So hat sich im repräsentativen Erdgeschoß, natürlich einer über der Straße erhobenen Beletage, nicht nur der Grundriss, sondern auch der Stuck, die rundbogigen Sprossenfenster bis hin zu den Türdrückern und Fenstergriffen erhalten. All dies waren nicht nur einfach der reinen Dekoration wegen zusammen gewürfelte Einzelstücke, sondern in die Gesamtkonzeption der Räume integrierte Materialien. Die Rundbogenfenster im Erdgeschoß zusammen mit neo-romanischen Säulen auf der Eingangsseite sollen der Villa einen sakralen, weihevollen Charakter geben. Ebenso wie die Glasfenster in der Diele, die mit braunen Ranken bemalt sind und von blauem Glasbändern gerahmt sind. Der Zugang zum Haus wurde damit gestaltet und zelebriert: Erst die Stufen hinauf, durch die halb-dunkle Loggia als Übergangsbereich von Draußen und Drinnen in die Diele, die durch die Fenster etwas düster-kirchliches hat. Sie mahnt zur Besinnung auf das Innere und schließt das äußere Leben aus. Aber von der Diele gelangte man in die lichtdurchfluteten Wohnräume. Das Leben in dieser Villa war also ein inszeniertes Leben, das gerade für Besucher starke Effekte bereithielt.
Die bis 1938 offene Loggia öffnete das Haus zur Straße und schuf einen halb-öffentlichen Bereich. Gleichzeitig musste jeder Ankömmling sich zum Eingang hinauf bemühen: das Oben und Unten war sicher auch symbolisch zu verstehen, verbesserte aber auch ganz nebenbei den Blick auf Schloss und Rathaus, den beiden Machtzentren der Stadt.
Durch die lebhaft gegliederte Fassade mit all den Erkern, Balkonen und der Loggia hatte man zu jeder Tageszeit einen sonnigen oder schattigen Platz, und einen spektakulären Blick vom Schloß zum Marienturm bis zur Schaalawand. Heute sind diese Blickachsen, die damals so wichtig waren, leider teilweise durch aufschießenden Bewuchs verwehrt.
Der Erker im dunkel getäfelten Speisezimmer hat ein Buntglasfenster, das aus farbigem und strukturiertem Glas zusammengesetzt ist. Das Grün vor dem Fenster wird gerahmt und in allen Jahreszeiten farblich aufgefrischt, ohne in grelle Buntheit zu verfallen. Hier ließ man den Tag ausklingen: „Aber sie überkommen auch noch uns, diese Stimmungen, diese Sehnsucht oder diese behagliche Freude am Alleinsein und siehe, wie in eine holde Traumwelt würden wir in das stille Stübchen treten, dessen gemalte Scheiben dann ebenso willkommen uns wie einst dem frommen Beter die laute Außenwelt, das störende Licht abhalten und die Gedanken in ihrem bunten Farbenkäfig festhalten.“ (A. Ilg. Ein Wort über die profane Glasmalerei. 1873)
Nicht nur im Speisezimmer fallen die vielen Türen auf. Die Zimmer im Erdgeschoss hatten zwei bis drei Türen, meist zweiflügelig und damit für die heutigen Wohnvorstellungen zu wenig Stellfläche. Damals waren aber die Durchgangsmöglichkeiten sehr wichtig, denn sie erlaubten einen Rundkurs durch alle Räume. Es sollte immer möglich sein, dass die Dienstboten ungesehen verschwinden konnten, wenn jemand das Zimmer betrat, andererseits war gerade diese Verbindung auch ein Zeichen der Abtrennung. Die Türen trennten Dienstboten von der Familie, die Privaträume der Familie von den Repräsentationsräumen für Besucher, die Geschlechter voneinander und die geschäftigen von den stillen Bereichen. Die eher kleinen Wohnräume sind dadurch zu erklären, dass sie als Damen- und Herrenzimmer getrennt waren. Gleichzeitig gab es aber die Verbindungstüren, die wieder zur Kommunikation einluden. Die uns heute als eine Verschwendung von Quadratmetern anmutende Diele war der Platz, an dem all diese Bewegungen zusammenliefen.
Die bürgerliche Villa spiegelte den idealen Lebensstil einer idealen Familie, den man als Aufgabe annahm. Dazu gehörte ein Grundriss, der Ruhe und Ordnung nicht nur ausstrahlte, sondern geradezu erzwang. Dazu gehörten Orte der Geselligkeit und der inneren Einkehr. Dazu gehörte eine Abfolge von Räumen vom Düsteren zum Hellen. Dies alles findet man auch so in der Schloßstraße 23. Diese Wohnfunktionen wollte man in einem schönen, behaglichen und sittlich festigenden Umfeld einbetten. Deshalb sollte die Villa mit allen Details ein Gesamtkunstwerk sein. In diesem Kunstwerk zu leben, verlangte vom Bewohner in einer bestimmten Art und Weise zu leben, sich dem Haus anzupassen und wohl auch bei allem Glanz manche Entbehrung auf sich zu nehmen. Diese Unterwerfung unter die Wohnform ist wohl heute kaum mehr einer bereit zu leisten und so wird eine Villa nach der anderen zu einer austauschbaren, weißgetünchten Hülle umrenoviert, bei der vielleicht nur das Denkmalamt einigen äußeren Zierrat schützt.

Schloßstraße 25

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Daten ...

SS25

Baujahr

1902

Baustil

Neorenaissance und Jugendstil

Bauherr

Major Hanns-Günther von Necker

Architekt/Planverfasser

Carl Mächtig mit Rudolf Mächtig  

Nutzung

Wohnhaus, 1945 für einige Monate US-Kommandantur

Frühere Adresse

Vor 1909: Schloßstraße 1c

Architekturbeschreibung ...

Zweigeschossiger, verputzer Massivbau mit Mansarddach auf Sandsteinsockel.
Fassade mit Putzelementen um die Fenster und angedeuteten, in Putz ausgearbeiteten Säulen. Nach Süden und Westen im Dachgeschoß zwei große Gauben mit Sandsteingewändern, in der Mansade nach allen Seiten kleine Gauben mit Fenstern. Im Nordosten das zum Turm stilisierte Treppenhaus mit der Eingangstür und Wetterfahne (Rekonstruktion des Originals nach Photographien), ein weiterer Zugang zum Keller auf der Nordseite.
Im Westen Veranda-Anbau ursprünglich unten verglast, oben als Balkon ausgearbeitet mit Zugang in den Garten, obere Etage später mit einem Dach versehen, in den 1960er Jahren umgestaltet und geschlossen.
Im Ursprung Einfamilien-Villa mit Beletage (Salon, Eßzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer) und Wohnetage (drei Schlafzimmer, Gästezimmer, Mädchenkammer, Bad). Im Keller Wirtschaftsräume (Küche, Speisekammer, Waschküche, Bügelzimmer, Heizungskeller mit Zentralheizung, Zimmer, Kellerraum), auf dem Boden Mädchenkammer.
Wände geputzt, sparsamer Stuck, Linoleumfußböden, Parkett in der Beletage in Salon, Eßzimmer und Wohnzimmer. Treppenhaus mit Jugendstilelementen.
Grundstücksfläche unverändert bis heute in der Kehre von Schloßstraße und Friedrich-Naumann-Straße liegend.

Geschichte ...

Schloßstraße 25 - Ein Haus und seine Menschen durch ein Jahrhundert

von Astrid von Killisch-Horn

Zu einer Zeit, in der allenthalben prächtige Bauten mit den aufwändig gestalteten Fassaden des Historismus und des Jugendstils errichtet wurden, entstand an der Schloßstraße eine Villa mit einem ungewöhnlich schlichten, zurückhaltenden Gesicht. Sie wirkt sehr groß und mächtig auf ihren Betrachter, der von unten von der Straße zu dem Gebäude am Hang hinaufschaut. Große Fenster strukturieren die Fassade, und die Gestaltungselemente sind so sparsam angedeutet, dass ein in sich ruhender, friedvoller Eindruck entsteht.
Das Haus ist auf dem für das Viertel typischen Sockel aus Sandstein errichtet – hier ist er rot – und nur die Giebel sind an zwei Seiten des Hauses mit grauem Sandstein (heute überstrichen) aufwändiger ausgearbeitet. Der erste Anstrich war gelb und so solide gearbeitet, dass er das Haus genau 100 Jahre bedeckte. Der Putz, 12 cm dick, mußte bei der Fassadensanierung im Jahre 2002 lediglich an der Wetterseite in größeren Flächen ausgebessert werden.
Es scheint eine Einheit zu geben zwischen dem Erbauer und seiner Heimstatt. Der königliche Major Hanns-Günther von Necker gab es in Auftrag. Streng, schnörkellos, wertbeständig, innen wie außen. Wo in anderen Häusern mit farbigen Glasfenstern, Wandtäfelung und bunten Bodenfliesen gearbeitet wurde, findet man hier sparsamsten Stuck, geputzte Wände und Linoleumfußböden. Parkett liegt nur in den drei Gesellschaftsräumen in der Beletage, die durch große Schiebetüren, natürlich in dunklem Holz gehalten, miteinander verbunden ineinander übergehen. So setzt sich der Eindruck, den man von außen gewinnt, im Inneren fort. Von der großzügigen Diele gehen in beiden Wohnetagen die lichten Räume ab. Die Sonne durchflutet sie vom frühen Morgen bis zu ihrem Untergang, und über die Veranda ist der Anschluß an den großen Garten gegeben. Hier sollte sich die Familie wohl fühlen.41 Jahre war Hanns-Günther von Necker alt, als er mit seiner zwölf Jahre jüngeren Frau Emma und den drei kleinen Kindern Hanns-Leopold (geb. 1893), Hanns-Dietrich (geb. 1894) und Eleonore (geb. 1895 oder 1896) im Jahre 1901 aus Lichterfelde bei Berlin nach Rudolstadt kam. Das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt hatte, wie andere thüringische Kleinstsaaten auch, die sich kein eigenes Militär leisten konnten, mit Preußen eine Militärkonvention geschlossen, in deren Rahmen Preußen die militärische Sicherheit des Fürstentums garantierte und aus den eigenen Reihen die erforderlichen Regimenter stellte. Die Macht Preußens im Deutschen Reich war auf diese Weise noch dominierender als ohnehin schon. In Rudolstadt war zu diesem Zwecke das III. Bataillon des 7. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 96 stationiert, dessen Kommandeur der gerade vom Hauptmann zum Major beförderte Hanns-Günther von Necker nun wurde.
Nach einer Bauzeit von einem halben Jahr ließ er sich Ende 1902 in der Schloßstraße 25 nieder. Im darauf folgenden Jahr wurde das Nesthäkchen Hanns-Horst geboren und machte die Familie komplett. Eltern und Kinder bevölkerten die beiden Wohnetagen und den großen Garten, und die helle Veranda wurde beliebter Aufenthaltsort.

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In der Veranda um 1905: Der königliche Major Hanns-Günther von Necker (geb. 1860), Hanns-Dietrich (geb. 1894), Hanns-Günthers Schwiegermutter (geb. 1848), Eleonore (geb. 1895 oder 1896), Hanns-Günthers Ehefrau Emma geb. Bender (geb. 1872), Hanns-Horst (geb. 28.08.1903), Hanns-Leopold (geb. 1893)

Es hätte ein heiteres, unbeschwertes Leben sein können, wenn nicht einige Jahre später die Familie von einer ungeheuren Tragödie getroffen worden wäre.
Wie viele Kinder aus wohlhabendem Hause war auch Hanns-Dietrich von Necker von den Eltern zur Vertiefung seiner schulischen Ausbildung "auswärtig" untergebracht worden, er besuchte das Bismarck-Gymnasium (heute Goethe-Gymnasium) im noblen Berlin-Wilmersdorf. Hier in der Fremde entwickelte er eine tiefe Freundschaft zu einem um ein Jahr älteren Mitschüler, der ihn mit seinen freien Reden und Gedanken inspirierte: Rudolf Ditzen.
Als Hanns-Dietrichs Vater am 16. Januar 1909 an den Folgen eines Reitunfalls starb, wurden die Freunde getrennt und er kehrte zu seiner Mutter in die Schloßstraße zurück. Auch der Freund verließ mit seiner Familie Berlin, im selben Jahr. Der Vater Wilhelm Ditzen wurde zum Reichsgerichtsrat ernannt und setzte seine Karriere in Leipzig fort. Die beiden Jungen blieben in Verbindung.
Was nun geschah wird verstehbar, wenn man Rudolf Ditzens Lebensweg betrachtet. Für einen ungestümen, aber auch schwermütigen Freigeist wie Rudolf hat die Enge eines Juristen-Haushaltes mit einem autoritären Vater, dessen Anerkennung ihm ein Leben lang versagt blieb, viele Reibungspunkte geboten und es wird berichtet, dass Rudolf bereits zu dieser Zeit eine problematische Natur, "der unordentliche Sohn aus ordentlichem Hause" gewesen sei. Auch die Schulen durchlitt er als "pädagogische Kasernenhöfe voller Quälereien und kleiner Grausamkeiten", die dem zunehmend im Abseits Stehenden von Mitschülern und Lehrern angetan wurden. Er blieb zweimal sitzen und wechselte die Schulen so häufig, dass auch hier kein Ankerpunkt entstehen konnte. Einzig die Literatur, gelesen wie geschrieben, bot ihm die Fluchten, die er im wirklichen Leben nicht realisieren konnte.
All das verstärkte sich dramatisch, als ein Unglücksfall ihn endgültig aus der Bahn warf. Am 17. April 1909 erlitt er in Leipzig einen schweren Fahrradunfall. Ein von vier Pferden gezogener Fleischerwagen überrollte seinen Körper und ein Hufschlag traf seinen Kopf. Fortan quälten ihn Kopfschmerzen, Schwindelanfälle und er wirkte oft, als könne ihn die Welt nicht mehr erreichen. Seine destruktive, überzogen selbstgefällige und von Weltschmerz geprägte Seite zog ihn mehr und mehr in die dunklen Abgründe jugendlichen Lebens hinab, Alpträume und Drogensucht wurden Ausdruck seines tiefen Leidens.
So traf ihn Hanns-Dietrich wieder, als Rudolf in den Sommerferien des Jahres 1911, am 15. Juli, nach Rudolstadt kam, um hier die Unterprima des Fürstlichen Gymnasiums zu besuchen. Diesmal hatten die Eltern den "mißratenen Sohn" in die kleine Residenzstadt verschickt, vielleicht, weil hier sein Freund lebte. Rudolf nahm bei Generalsuperindentent und Hofprediger Dr. phil. Arnold Braune am Schloßaufgang VI Nr. 1 Quartier. Bald schon überwarfen sich der Kirchenmann und der Zügellose, und Rudolf zog zu Oberst a.D. Oskar von Busse in die Mörlaer Straße 3 (heute Richard-Wagner-Straße 4).
Als wären sie nie getrennt gewesen, war der Kontakt zwischen Rudolf und Hanns-Dietrich sofort wieder von großer Intensität geprägt. Es war Ferienzeit, und sie trafen sich fast täglich, redeten sich die Köpfe heiß, schwelgten in literarischen Höhen und machten verworrene Pläne. Sie saßen in der Veranda des Hauses Schloßstraße, zwei Pubertierende in der Krise. Und keine Stütze von außen. Hanns-Dietrichs Mutter hatte Angst um ihren Sohn, konnte aber nicht zu ihm vordringen.
Wie hierbei die Rollen verteilt waren, läßt sich nicht mehr feststellen. Meist wird Hanns-Dietrich als der treue Gefolgsmann seines Vorbildes dargestellt, aber ob das zutraf, oder er eine selbstbestimmte Rolle innehatte, ist offen. Die ambivalenten Gefühle verbanden sie. Beide beseelte der Wunsch, Schriftsteller zu werden ebenso wie schon bald die tiefempfundene Todessehnsucht, die letztlich zur Katastrophe führte.
Nur drei Monate nach dem Wiedersehen inszenierten sie auf dem Rudolstädter Bummel einen Eklat um eine gemeinsame Freundin, den sie wie zwangsläufig zu einem Duell führen ließen. Am 17. Oktober 1911 machten sie sich in aller Frühe zum Uhufelsen bei Eichfeld auf, ein langer Fußmarsch. Ob sie über den Tod sprachen? Ob sie ihr Vorhaben verklärten? Oder sich gegenseitig anspornten? Dieser Weg war nicht der Fall in die Tiefe, bei dem man noch bereuen kann, was man nicht mehr aufzuhalten im Stande ist. Selbst, als sie auf den Sonnenaufgang warteten, hielten sie an ihrem Vorhaben fest. Sie wollten gemeinsam sterben.
Rudolf traf seinen Freund in die Brust. Hanns-Dietrich fiel, war aber nicht tot. "Schieß noch einmal, Harry", bat er seinen Freund, und der tat noch einen Schuß. Dann erfüllte Rudolf das gemeinsame Versprechen, schoß sich in Herz und Schläfe.
So fand ein Bauer, der die Schüsse gehört hatte, die beiden Freunde.
Rudolf überlebte schwerverletzt, aber sein Freund, dessen Herz bereits vom ersten Schuß getroffen worden war, verstarb noch am Uhufelsen. Er wurde im Hause Schloßstraße aufgebahrt, wo am 19. Oktober 1911 die Trauerfeier abgehalten wurde.
Rudolf Ditzen wurde nicht des Mordes angeklagt. Das Gericht billigte dem Überlebenden und Wiedergenesenen Unzurechnungsfähigkeit zu und er verbrachte eineinhalb Jahre im Privatsanatorium Tannenberg bei Gera, dann ein Jahr als Landwirtschaftslehrling auf dem Rittergut Posterstein. Langsam genas er von diesem Trauma, und langsam begann er, das Leben in die Hand zu nehmen. Es wurde niemals einfach, niemals leicht, und er verlor niemals seine Sozialkritik. Aber neun Jahre nach dem Tode seines Freundes erschien sein erster Roman "Der junge Goedeschal" unter dem Pseudonym Hans Fallada.

In der Schloßstraße 25 blieb eine nun klein gewordene Familie zurück. Emma von Necker war jetzt fast 40 Jahre alt und hatte nicht nur ihren Mann verloren, sondern nun auch ihr zweitältestes Kind. Sie und ihr Mann hatten ein reges gesellschaftliches Leben geführt, zu dem auch der älteste Sohn des Ankerwerk-Begründers, Friedrich Adolf Richter jun., gehörte. Er muß Emma von Necker in dieser schweren Zeit eine große Stütze gewesen sein, und es scheint sich eine tiefe Zuneigung entwickelt zu haben, denn sie heirateten am 26.10.1912. Der kleine Horst war neun, Eleonore "Nono" 17 Jahre alt, und Hanns-Leopold hatte das Haus bereits verlassen und schon vor Hanns-Dietrichs Tod in Berlin seine Militärausbildung begonnen.
Die neu gegründete Familie bezog die Richtersche Villa in der Schwarzburger Chaussee. Das Haus Schloßstraße 25 wurde fünf Jahre später, im Jahre 1917 verkauft, an das Ehepaar Hauptmann Karl Harlfinger und Frau Irmgard geb. Schilbach, die aber nicht hier wohnten, sondern bei Dresden beheimatet waren. Wahrscheinlich aus familiären und finanziellen Gründen wechselte eine Eigentumshälfte in den Folgejahren noch einmal an einen Fabrikbesitzer aus Plauen, bevor es wieder in stetiges Eigentum kam.

Anfang der 1920er Jahre ließ sich in Rudolstadt der Studienrat Dr. Walter Gießler nieder, der hier mit seiner Kollegin Margarete Klaunick eine Familie gründete. Die beiden prinzipientreuen, aber aus ganz verschiedenen Lebenswelten stammenden Menschen hatten sich vor dem 1. Weltkrieg an der Schule in Schlotheim kennen und lieben gelernt. Walter Gießler war als Sohn eines Landwirts in Dörnfeld bei Königsee aufgewachsen, Margarete Klaunick als Tochter eines Sachsen-Coburg und Gothaischen Hofamtsrates; der Herzog war Gast auf ihrer Hochzeit im Jahre 1920 in Coburg.
Dr. Gießler begann seine berufliche Laufbahn in Rudolstadt am Städtischen Gymnasium, Mathematik, Physik und Chemie hatte er studiert und ist bis heute bei den älteren Rudolstädtern ein Begriff. Er war - ganz seiner Herkunft entsprechend - ein bodenständiger Mann. Erst nach ein paar Jahren der Berufstätigkeit machte er sich auf die Suche nach einem eigenen Haus für sich und seine nun vierköpfige Familie. Anders als die Bauherrengeneration sah er die Lage am Hang aus rein praktischen Gesichtspunkten: Hier konnte das Hochwasser sein Heim nicht erreichen, und der Weg zur Schule war nicht weit. 1926 und 1927 erwarb er das Haus in zwei Hälften für 35.000 RM, aber bis zum Einzug sollte es noch dauern. Am 18.04.1928 schreibt Margarete "Lull" Gießler an ihre Mutter Helene Klaunick nach Coburg: "Umstehend eine schöne Ansicht unseres Hauses. Aussichten auf Einzug sind trostlos. Wir haben viel Ärger gehabt. Aber verschoben ist nicht aufgehoben." Kurz darauf konnte die Familie das Haus dann beziehen.

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Historische Hausansicht

Es mag ungewöhnlich erscheinen, dass sich ein Studienrat ein so großes Haus leisten konnte, und es lohnt sich, diese Tatsache genauer zu betrachten. Der Mathematiker Dr. Gießler hatte viele Tätigkeitsfelder, die sein Einkommen aufbesserten. Vor allem für Versicherungen und Sterbekassen stellte er statistische Berechnungen an, und seine 1925 geborene Tochter Inge erinnert sich noch gut an den Tagesablauf ihres Vaters: Nach der Schule, dem Mittagessen und dem obligatorischen Mittagsschlaf arbeitete er am Nachmittag viele Stunden in seinem großen Garten. Dann begab er sich in sein Arbeitszimmer. Das "Räppelchen", eine mechanische Rechenmaschine, war oft bis nach Mitternacht zu hören.
Im Zuge dieser Tätigkeiten entstand schon vor dem Kauf des Hauses in der Schloßstraße ein besonderes Werk: Um das Jahr 1922 war Georg Kropp, Begründer des deutschen Bausparwesens, auf der Suche nach einem Mathematiker auf Dr. Gießler zugekommen, der in den folgenden Jahren die grundlegenden Berechnungen für die erste deutsche Bausparkasse, Wüstenrot, entwickelte. Das brachte neben der beruflichen Erfüllung Geld in die Kasse, und Dr. Gießler war dadurch 1924, als Wüstenrot den Geschäftsbetrieb aufnahm, natürlich auch einer der ersten Bausparer Deutschlands. Das Prinzip, dass viele sparen, damit dann einem nach dem anderen aus dem gemeinsamen Topf das Geld für eine Immobilie mit erschwinglichen Konditionen zur Verfügung gestellt werden konnte, verhalf auch Dr. Gießler zu seinem Haus. Bis zu seinem Tode blieb er dem Unternehmen treu und war von den 1920er Jahren bis Kriegsende Mitglied des Aufsichtsrates.
Zudem teilte er das ehemalige Einfamilienhaus in zwei Wohneinheiten, erhielt Miete und konnte die Gemeinkosten auf mehrere Schultern verteilen.
Durch diese zusätzlichen Einnahmen und ein ausgesprochen sparsames Leben konnte sich die fünfköpfige Familie (der jüngste Sohn Peter wurde 1931 geboren) das große Haus leisten. Sie bewohnte das Erdgeschoß, aber im Sommer war der Garten der eigentliche Lebensraum. Walter Gießler hatte ihn gleich nach dem Kauf neu strukturiert und angelegt, Bruchsteinmauern, umlaufende Wege, kleine Sitzplätze und natürlich ein großer Nutzgarten zogen die Bewohner in seinen Bann. Die Kinder erinnern sich noch gut, wie der Lauf der Jahreszeiten ihre Spielgewohnheiten beeinflußte: Puppenhaus, Ritterburg und Eisenbahn wurden nur im Winter vom Dachboden geholt und dann im großen Wohnzimmer aufgebaut. Die übrigen Spielsachen und die Bücher paßten in ein kleines Regal. Zu allen anderen Zeiten waren sie mit ihren Freunden draußen, die täglich zu ihnen kamen und hier spielten, so auch Dieter Müller aus der Schloßstraße 23, der beste Freund von Peter. Da die Wirtschaftsräume (Küche, Waschküche, Speisekammer etc.) weiterhin im Keller lagen, wurden die Mahlzeiten einfach aus dem Fenster in den Garten gereicht. Das Eßzimmer in der Wohnung war wie eh und je durch den Speiseaufzug angeschlossen.

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Drei Generationen am Teich im Garten: Gerhard, Margarete, Peter Gießler, Helene Klaunick, Inge Gießler. Photographie um 1935.

Trotz aller Einfachheit war das Leben nicht ohne Luxus. Der Vater fuhr in den 1930er Jahren bis zum 2. Weltkrieg ein Automobil, einen Adler Trumpf Junior, der in der Garage unter der Veranda seinen Platz hatte und nur für die Fahrten auf die Jagd und vereinzelte Verwandtenbesuche genutzt wurde. Die Mutter hatte im Haushalt Unterstützung durch ein "Mädchen", das sein Zimmer ebenfalls in der Wohnung hatte. Es war meist eine junge Frau aus einem kleinen Ort vom Lande, die in der Stadt die Grundlagen der Haushaltsführung erlernen sollte. Kochen, Putzen, Waschen, Silberpflege, in allen Belangen wurden sie angeleitet, und die höchst penible Hausfrau arbeitete ebenfalls sehr viel. So hatte sie stets den Scheuerlappen zur Hand, wenn ein Besucher auf dem auf Hochglanz gebohnerten roten Linoleum der Diele ein Stäubchen hinterließ.
Regelmäßig kam der Eismann und brachte in sehr großen Stangen oder Blöcken das Eis, das in die Metallwände des Kühlschrankes eingelassen wurde.
Die "Mädchen" blieben meist über viele Jahre, bis sie selbst heirateten, und der Kontakt war oft eng und herzlich, auch wenn die gesellschaftlichen Grenzen der Zeit nicht überschritten wurden. Sie begleiteten die Familie in die Ferien, aßen zu Hause aber nicht gemeinsam mit der Familie. Dafür kochten sie den Kindern Pudding, wenn die Eltern nicht da waren.
Und das war oft der Fall, mehrmals in der Woche, denn sie führten ein reichhaltiges gesellschaftliches Leben. In Rudolstadt gab es verschiedene Kreise, und zum Freundeskreis des Ehepaares Gießler gehörten die Ehepaare Baurat Kempf, Amtsgerichtsrat Moser, Kreisforstrat Rock, Rechtsanwälte und Notare Lairitz und Richter. Einmal im Jahr kam der ganze Trupp von 12 Personen in die Schloßstraße zum Essen. Gesellige Runden mit Doppelkopf und Owambo, Sommerbälle, Karnevalsveranstaltungen, Treffen zu Silvester bestimmten die Woche und das Jahr des Ehepaares, Walter Gießler ging zudem zusammen mit Herrn Rock nach Milbitz auf die Jagd, zum Kegeln und zum Skat, seine Frau hatte ihre Kränzchen.

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Ausgelassene Faschingsfeiern in Rudolstadt: Margarete und Walter Gießler mit Freunden.

Mit Beginn des Krieges änderte sich das Leben radikal. Bereits 1939 kamen die ersten Vertriebenen aus dem Hitler-Stalin-Pakt nach Rudolstadt und wurden in den großen Wohnungen der Stadt einquartiert. Das sorgte zwangsläufig für vielerlei Spannungen, denn letztlich war in jedem Zimmer des Hauses eine Familie untergebracht. Sie hatten alles verloren, als Hitler Stalin für dessen Stillhalten beim Einmarsch Deutschlands nach Polen einen Teil des Landes zubilligte. Sie mußten ihres verlassen und fanden sich als "Eindringlinge" im Zuhause eines anderen wieder. "Sie wollten sich breit machen, waren sehr anspruchsvoll und waren laut" urteilten die plötzlich eingeengten Bewohner, und das Linoleum in der Diele glänzte nicht mehr.
Sie haben sich zusammengerauft im Laufe der Zeit. Mit fortschreitendem Kriegsverlauf kamen Flüchtlinge selbst aus dem stark bombardierten Ruhrgebiet nach Rudolstadt, und die Geschichten vom schönen Josef, der mit seiner Frau aus dem Ruhrgebiet kam, um die Damen herumscharwänzelte, eine Freundin in Rudolstadt hatte und mit der Familie in der Küche 17 und 4 spielte, entschädigten für allerlei Unbill. Seine Gattin, "eine wirkliche Dame", ließ es geschehen, und die zusammengewürfelte Jugend knüpfte erste zarte Liebesbande.
Als es auf das Kriegsende zuging, wurden die Versorgungsengpässe schlimmer. Die Küche, die alle gemeinsam nutzten, wurde vom Keller ins Erdgeschoß verlegt und blieb der einzige beheizte Raum. Hier spielte sich das gesamte Leben ab, und die Kinder lernten am Küchentisch für das Abitur. Der Garten mußte jetzt auch das Brennholz liefern, und einige große Bäume fielen dieser Zeit zum Opfer.
Ende April 1945 kamen die Amerikaner. Beim Einmarsch flohen die Bewohner in den großen Keller des Hauses, von dort hörten sie voller Angst auf die Geräusche an den Haustüren und die anschließenden Schritte auf den Kellertreppen. Der jüngste Gießler-Sohn, Peter, 14 Jahre alt, wurde dazu ausersehen, die Soldaten durch das Haus zu führen. Aufgrund der Hanglage war es prädestiniert für die Stationierung von Heckenschützen. Als treu sorgende Schwester übernahm Inge Gießler diese Aufgabe für ihren Bruder, und es ging alles gut.
Die schönen Villen waren begehrte Quartiere und Kommandanturen für die amerikanischen Truppen, und das Haus wurde geräumt. Die Familie zog nach gegenüber zu Hartmanns in die Schloßstraße 22, durfte aber im Keller Vorräte holen und weiterhin den Garten bearbeiten. Als Tochter Inge sich eines Tages wieder einmal mit dem Beschneiden der großen Hecke auf der Mauer vor dem Haus abquälte, kam einer der amerikanischen GIs und nahm ihr die Arbeit ab. Ein anderes Mal gab es Nescafé, aber es wurde und wurde kein Kaffee - sie hatten ihn kalt angerührt.
Im Sommer 1945 kamen die Russen. Die Angst in der Bevölkerung war sehr groß, ihnen eilten schreckliche Berichte voraus von Mordlust, Vergewaltigungen und anderen Greueltaten. Die Grausamkeiten, die die Deutschen in den umliegenden Ländern begangen hatten, trugen die Russen mit besonderer, blindwütiger Härte ins Land zurück.
In der Schloßstraße 25 merkte man davon nichts. Die Familie konnte ins Haus zurückkehren und bezog die obere Etage, unten wohnten jetzt Schmidts, die aus Wohynien geflohen waren, und viele andere Flüchtlinge. Diesmal nahmen Gießlers selbst Nachbarn auf, deren Häuser nun von den Russen beschlagnahmt waren.
Dazu kamen ein russischer Offizier, den alle nur Valerie Valera nannten, und sein Bursche Mischa, die sich ein Zimmer teilten, und der russische Arzt Dr. Kerkowiak, Dogmob genannt, mittleren Alters und mit Ikonen auf dem Nachttisch, der ein großes Backgammon-Spiel mitbrachte (das früher in Deutschland noch Puff hieß). Es herrschte eine familiäre Stimmung, und alle miteinander verbrachten viel Zeit mit Spielen. Mischa mochte Margarete Gießler so sehr, nannte sie "Muttr" und las ihr Briefe von zu Hause vor. Dann kullerten ihm die Tränen über die Wangen. Inge und Peter Gießler, "Schwester" und "Bruder", versprach er, gut auf sie aufzupassen, sie bräuchten keine Angst zu haben, er würde sie beschützen.
Einmal vergaß Valerie seinen Revolver unter seinem Kopfkissen, und Margarete Gießler fand ihn dort beim Betten machen. Sie war furchtbar erschrocken, aber da kam der Vergessliche schon zur Tür hinein und nahm ihn an sich.
Mischa hat gestohlen wie ein Rabe. Einmal brachte er eine lebende Gans mit. Margarete Gießler schlachtete sie, rupfte sie in der Gartenhütte, bereitete sie schmackhaft zu und Gießlers, Valerie und Mischa ließen sie sich schmecken. Ein anderes Mal hatte er Leder ergattert, aus denen machte der Schuster Stiefel für Inge. Dann wieder kam er mit Gardinen nach Hause. Alle wußten, wo sie herkamen. Sie hatten bei Werths in der Schloßstraße 27 gehangen.
Langsam formierte sich die DDR, und die Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich begann. Eine Auswirkung davon war, dass das in den späten Kriegsjahren erworbene Abitur für ungültig erklärt wurde. Da beide aber studieren wollten, beschlossen Inge Gießler und ihre Freundin Eva, das Abitur von 1943 noch einmal zu machen. Ihre Umwelt erklärte sie für verrückt, aber die beiden verspürten ein Flair von Feuerzangenbowle. Unterschiede bestanden faktisch nur in den Fächern Geschichte und Biologie, so sprachen sie mit den Lehrern, die ihre Unterstützung zusagten. Der alte, politisch unbelastete Biologielehrer nannte ihnen sogar die Themen, ebenso ein anderer Lehrer, und vom mündlichen Abitur wurden sie befreit. So zog Eva im März 1946 von Königsee für drei Wochen zu ihrer Freundin.
Wenn sie in der Veranda lernten, schlich Valerie Valera immer um die Treppen herum. Er hatte sich in Eva verliebt, die mit ihrer stattlichen Figur ganz seinem Geschmack entsprach. Zu dieser Zeit hatte Margarete Gießler für ihren Sohn Peter aus den alten Nessel-Sonnenschutz-Gardinen eine schicke Hose angefertigt. So eine wollte Valerie auch haben - um Eva zu beeindrucken. Die Hose wurde genäht, der Erfolg blieb aus.

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Das Haus Schloßstraße 25 war das letzte an der von der Stadt heraufführenden Wasserleitung (die anderen wurden vom Schloß kommend versorgt). Im Krieg und auch noch danach war der Wasserdruck tagsüber oft so gering, dass es nicht mehr bis hierher reichte. So füllten die Bewohner nachts um 4 Uhr im Keller Wannen und Eimer, wenn es nicht reichte, so holten sie mit Töpfen und Eimern Wasser von Werths in der Schloßstraße 27. Photographie von 1946.

Ein oder zwei Jahre blieben die Russen im Haus, dann zogen sie ab. Langsam kehrte Normalität in die Villa in der Schloßstraße 25 zurück, wenn auch eine ganz andere Zeit anbrach.
Im Erdgeschoß lebte von 1945 bis 1994 der Familienverband Schmidt/Müller, aufgrund sozialistischer Belegungspraxis meist mit mehreren Generationen. Die 160qm-Etagen bedurften einer klugen Familienplanung. In der oberen Wohnung wechselten die Mietparteien im Laufe der Jahre, vor allem, nachdem Margarete Gießler als letzte aus der Familie Ende 1963 nach Westdeutschland übersiedelte. Ihr Mann war aus der Kriegsgefangenschaft direkt nach Coburg entlassen worden, Sohn Peter schwarz über die Grenze geflohen, Tochter Inge am 1. Januar 1951 legal ausgereist. Der älteste Sohn, Gerhard, fiel im Krieg.
Viele Jahre später stand ein junger blonder Russe vor der Türe und klingelte bei Müllers. Er kam, um "Muttr" zu besuchen. Mischa war zu dieser Zeit in Erfurt stationiert und wollte die Mutti noch einmal sehen. Aber Margarete Gießler war nicht mehr da, sie verstarb 1969 in Köln.

Nach dem Krieg ordnete sich die Welt neu. Die Wohnungen wurden jetzt von städtischen Stellen belegt und die Mieten für alle verbindlich festgesetzt: Umgerechnet auf die Schloßstraße brachte das Dr. Walter Gießler Mieteinnahmen von 140 Mark pro Monat plus 10 Mark für die Dachstube, zu der die Toilette im Keller gehörte. Das deckte kaum die laufenden Kosten (1963 waren es z.B. 988,80 M für Steuern, Versicherungen und Nebenkosten), an Investitionen war nicht zu denken. Wer in dieser Zeit sein Haus behielt, war in der Regel sehr mit ihm verbunden, und auch für Walter Gießler, der immer darauf hoffte, eines Tages nach Rudolstadt zurückkehren zu können, kam ein Verkauf nie in Frage.
1953 traf auch ihn wie viele andere die "Verordnung zur Sicherung von Vermögenswerten" vom 17.07.1952. Sie ermöglichte die Enteignung derjenigen Personen, die die DDR ohne offizielle Ausreisegenehmigung verlassen hatten und bestand bis zum 11. Juni 1953. Ob Walter Gießler in den vielen Briefen, die er darauf hin schrieb, besonders gut argumentierte oder einen Fürsprecher hatte, vielleicht einen ehemaligen Schüler, der sich seiner Sache annahm, kann nur spekuliert werden. Faktisch hatte Walter Gießler die DDR ja nicht verlassen, sondern war durch seine Entlassung aus Kriegsgefangenschaft direkt in die Westzone gar nicht mehr dorthin zurückgekehrt. Aller Erfahrung zum Trotz wurde die schon ausgesprochene Beschlagnahme des Hauses rückgängig gemacht und im Grundbuch finden sich die beiden Eigentumsvermerke "Eigentum des Volkes 13.01.1954" und "Dr. Walter Gießler aufgrund des Ersuchens der Abteilung Staatliches Eigentum wieder eingetragen am 13.08.1954".
Es gab anschließend noch den Versuch, das Haus in die Verwaltung durch den Rat der Stadt Rudolstadt zu übernehmen, aber da zunächst mit Margarete Gießler, dann einem Verwandten und seit 1973 dem Mieter Alfred Müller rührige Verwalter vor Ort waren, kam es nie dazu. "Jede Mark verbleibt im Bereich der DDR und wird dort ausgegeben", schrieb Walter Gießler am 07.11.1954 an den Rat des Kreises Rudolstadt. Diese Zusage zu treffen war nicht schwierig, mußten doch die Mieten auf ein sogenanntes "Westzonen- und Westsektorenkonto" eingezahlt werden, das gesperrt war. Von diesem Konto durften viele Jahre nur Kosten des Grundbesitzes selbst beglichen werden (laufende Kosten, Instandhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen, Schaffung von neuen Wohn- und Geschäftsräumen durch Um-, Aus- und Anbauten), "im Interesse der Verbesserung der Grundstückserhaltung".
Es war ein Glück für das Anwesen, dass hier über all die Jahre stets Mieter wohnten, die es wertschätzten, vorbildlich in Ordnung hielten und an der Erhaltung mitwirkten. Die Bewohner übernahmen viele Arbeiten in eigener Regie, angefangen von neuen Zäunen bis zur Reparatur von Fenstern, Sanitäreinrichtungen und Sockel, von der Bewirtschaftung des Gartens bis zur Abdichtung der Kellerböden, auch organisatorische Dinge waren bei ihnen in guten Händen. Manchmal wurde auch ein Kellerfenster zugemauert, weil kein neues zu bekommen war.
Die Beschaffung von Geld und Material war der Findigkeit des Eigentümers, der nun in Coburg wohnte, überlassen und verdient eine kleine Ausführung.
Ein Teil des Geldes wurde ins Land geschmuggelt. Ob man hierbei DM nahm oder sie vorher zum Kurs von zeitweise 1:10 bei westdeutschen Banken umtauschte, war Geschmacksache. Der Transfer in der Hosen- oder Manteltasche erwies sich als besonders verläßlich, und selbst, als Tochter Inge bei einer Einreise ihren Mantel im Zugabteil hängen ließ, als sich alle Reisenden an der Grenze auf dem Bahnsteig sammeln mußten, bestand keine Gefahr. Mit einem scharfen Messer aufgetrennte und wieder verschlossene Wellpappe von Geschenkpaketen war ebenfalls ein erstaunlich effektives Versteck, das zuweilen zehn mal im Jahr beansprucht und niemals entdeckt wurde. Eine weitere Möglichkeit vor allem für größere Summen bot sich durch eine indirekte Ost-West-Übertragung. Mieter und Verwandte, die ihren in Westdeutschland lebenden Kindern Geld zukommen lassen wollten, finanzierten die Reparaturen am Haus, Walter Gießler gab den Kindern den Gegenwert. All das war natürlich streng verboten.
Die Bereitstellung des Baumaterials war schon schwieriger zu organisieren. Da der private Hauseigentümer ohne Beziehungen auf Planzuteilungen warten mußte, die gerne einen Zeithorizont von mehreren Jahren aufwiesen, blieben nur zwei Möglichkeiten: Import oder Kauf über die GENEX. In den ersten Jahren war Westdeutschen im allgemeinen die Einreise in die DDR nur per Bahn möglich, da hatte höchstens ein Kleinwerkzeug Platz. Nachdem Autoreisen zugelassen wurden, brachte Tochter Inge bei ihren regelmäßigen Besuchen Nägel, Farbe, Tapeten, eine elektrische Heckenschere und vieles mehr mit.
Es gab aber noch einen anderen Weg. Keiner durfte davon wissen, und natürlich wurde er gezielt gestreut, schließlich war er immanenter Bestandteil des Devisenbeschaffungssystems Alexander Schalck-Golodkowskis: Die GENEX Geschenkdienst GmbH, Mitglied der Kammer für Außenhandel der DDR, über die Bürger der BRD ihren Bekannten und Verwandten in der DDR Konsumgüter zukommen lassen konnten - gegen DM selbstverständlich. Die Kauftransaktionen wurden über verschiedene Direktvertretungen im Westen wie die Palatinus GmbH in Zürich oder die Jauerfood AG in Kopenhagen abgewickelt. Worauf der DDR-Bürger jahrelang warten mußte, war hier sofort zu haben, zum Beispiel wurde 1971 der Trabant 601 Limousine Standard für 4.623 DM angeboten, sowie das gesamte übrige PKW-Angebot mit einer Lieferzeit zwischen zwei und sechs Monaten. Auch die Möglichkeit, kurzfristig den dazugehörigen Führerschein zu machen, konnte man hier erwerben.
Walter Gießler benötigte nur einen Maschendrahtzaun, 75m mit 220m Spanndraht (beides kunststoffummantelt) und 6 Spannern. Draht und Spanner gab es nicht, den Zaun nur verzinkt. Die Abwägung GENEX oder Einfuhrgenehmigungsverfahren wurde durchleuchtet, so kann man sich mit einem Zaun gut ein Jahr lang die Zeit vertreiben.
Vergleichsweise einfach, wenn auch mit fünf Jahren Vorlaufzeit etwas langwieriger war das Neudecken des Daches. Das Schieferdach war an einigen Stellen undicht und das eindringende Regenwasser richtete erheblichen Schaden an. Es war also notwendig, für Material und Arbeitsleistung im Jahresplan des Stadtbauamtes unterzukommen, was sich Jahr um Jahr verschob. Das Zinkblech für eine neue Dachrinne wurde 1972 aus dem Westen geschickt und verarbeitet, aber das Dach erst 1975 mit Preolith-Schindeln neu gedeckt. 16.061 M hat es gekostet. Die dazu erforderliche Hypothek verschlang jährlich 960 Mark, von denen nur 120 Mark durch die Mieten finanziert werden konnten.
1968 wurde die herrliche verglaste, aber sanierungsbedürftige Erdgeschoß-Veranda zur Schaffung weiteren Wohnraums geschlossen, 1970 in der oberen Veranda Fenster eingebaut. Den Ausbau des Dachgeschosses konnte Walter Gießler immer wieder verhindern. "Du machst es richtig, nur keine Einwilligung geben, hier muß man hart sein wie Granit." schrieb ihm seine Schwester Ella 1968.
Es war also mit einigen Schwierigkeiten verbunden, ein Haus vom Westen aus zu erhalten. Ohne die Mithilfe von Mietern und Verwandten wäre es nicht möglich gewesen, Verfall, staatliche Verwaltung, Verkauf oder Enteignung zu verhindern. Studienrat Dr. Walter Gießler verstarb 1981 in Coburg, ohne sein Haus jemals wiedergesehen zu haben. Seine Tochter Ingeborg von Killisch-Horn hatte bereits 1973 ihr Erbe angetreten, mit dem sie über die Jahre bestens vertraut war. Als 1989 die Wende kam, konnten endlich die Sanierungen beginnen, die so lange schon hätten vorgenommen werden müssen.

Von 1991 bis 2002 dauerten die Arbeiten, und die Kosten eines solchen Unterfangens übersteigen die eines Neubaus. Eine Villa zu besitzen ist Liebhaberei, heute wie damals, als sie erbaut wurden. Seit über 80 Jahren ist die Villa Schloßstraße 25 nun in Familienbesitz, mittlerweile mit Astrid von Killisch-Horn in der dritten Generation, die nicht von ungefähr eine der Autorinnen dieses Buches ist. 2007 zog sie mit ihrer Familie in das nach ihren und den Entwürfen ihres Mannes Klaus-Peter Stecker ausgebaute Dachgeschoß, und Tochter Anna kam 2008 in Rudolstadt zur Schule.

Das Gebäude an der Kehre Schloßstraße/Friedrich-Naumann-Straße, das unter Denkmalschutz steht, erstrahlt heute in leuchtendem Gelb wie im Jahre 1902, und das klare, unprätentiöse Haus, das Hanns-Günther von Necker für sich erbauen ließ, ist auch für seine Nachbesitzer wie geschaffen.

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Dies ist keine Villa sondern stellt als Kontrast die im 18.Jahrhundert vorher übliche Wohnform des Bürgertums und Kleinadels dar.

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Dies ist keine Villa sondern stellt als Kontrast die im 18.Jahrhundert vorher übliche Wohnform des Bürgertums und Kleinadels dar.

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Der Spaziergang dauert ca. 2 Stunden die Erweiterung etwa eine halbe Stunde.

Die bei den Stationen angezeigten Entfernungen beziehen sich jeweils auf die Entfernung von Ihrer aktuellen Position. Sie sind damit nur bei der Benutzung dieses Führers auf einem Smartphone mit GPS Sensor von Bedeutung.

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Villen-Liste

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Eine erste Bestandsaufnahme ergab rund 180 Villen im Villenviertel Rudolstadt West. Ein Teil davon ist hier aufgelistet.
21 Villen sind bereits erforscht und ihre Geschichte publiziert, weitere werden in den nächsten Jahren folgen. Diejenigen Gebäude, zu denen auf dieser Internetseite bereits einzelne Informationen oder Bildmaterial hinterlegt sind, sind durch einen Knopf beim jeweiligen Haus kenntlich gemacht. Schmökern und Wiederkommen lohnen sich!


  • August-Bebel-Straße
  • AugustBebel02a
    August-Bebel-Straße 2a
  • AugustBebel04
    August-Bebel-Straße 4

    Geschichte
  • Caspar-Schulte-Straße
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    Caspar-Schulte-Straße 5
  • CasparSchulte09
    Caspar-Schulte-Straße 9
  • Caspar-Schulte-Straße 24
  • Caspar-Schulte-Straße 26
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 2
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 2a
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 3
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 5
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 9
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 10
  • Dr. Wilhelm-Kuelz-Straße 16
  • Friedrich-Naumann-Straße
  • Friedrich-Naumann-Straße 1
  • Friedrich-Naumann-Straße 3
  • Friedrich-Naumann-Straße 4
  • Friedrich-Naumann-Straße 5
  • Friedrich-Naumann-Straße 6
  • Friedrich-Naumann-Straße 7
  • Gebindstraße
  • Gebindstraße 2
  • Gebindstraße 4
  • Gebindstraße 6

    Geschichte
  • Gebindstraße 7
  • Gebindstraße 8
  • Gebindstraße 10
  • Gebindstraße 12
  • Goethestraße
  • Goethestraße 6
  • Grosse Allee
  • Grosse Allee 11
  • Keilhauer Straße
  • Keilhauer Straße 28
  • Klinghammer Straße
  • Klinghammer Straße 2
  • Lutherstraße
  • Lutherstraße 9
  • Lutherstraße 11
  • Lutherstraße 14
  • Lutherstraße 20
  • Mörlaer Straße
  • Mörlaer Straße 6
  • Mörlaer Straße 8b
    Feste Burg
  • Mörlaer Straße 10
  • Otto-Nuschke-Straße
  • Otto-Nuschke-Straße 7
  • Otto-Nuschke-Straße 8
  • Otto-Nuschke-Straße 12
  • Puschkinstraße
  • Puschkinstraße 3
  • Puschkinstraße 4
  • Puschkinstraße 5
  • Puschkinstraße 6
  • Puschkinstraße 7
  • Rathenaustraße
  • Rathenaustraße 17
  • Rathenaustraße 18
  • Rathenaustraße 19
  • Richard-Wagner-Straße
  • Richard-Wagner-Straße 1
  • Richard-Wagner-Straße 2
  • Richard-Wagner-Straße 4
  • Richard-Wagner-Straße 5
  • Rudolf-Zinkel-Straße
  • Rudolf-Zinkel-Straße 3
  • Rudolf-Zinkel-Straße 6
  • Rudolf-Zinkel-Straße 8
  • Schillingstraße
  • Schillingstraße 7
  • Schloßstraße
  • Schloßstraße 10
  • Schloßstraße 11
  • Schloßstraße 13
  • Schloßstraße 15
  • Schloßstraße 17
  • Schloßstraße 18
  • Schloßstraße 21
  • Schloßstraße 22
  • Schloßstraße 23

    Geschichte
  • Schloßstraße 25

    Geschichte
  • Schloßstraße 27
  • Schloßstraße 35
  • Schloßstraße 37
  • Schloßstraße 40
    Käseglocke
  • Schwarzburger Chaussee
  • Schwarzburger Chaussee 4
  • Schwarzburger Chaussee 31
  • Schwarzburger Chaussee 74
    Richter'sche Villa
  • Theodor-Neubauer-Straße
  • Theodor-Neubauer-Straße 34
  • Unterm Hain
  • Unterm Hain 12
  • Unterm Hain 13
    Jordan'sche Villa
  • Weinbergstraße
  • Weinbergstraße 2a
  • Weinbergstraße 4
  • Weinbergstraße 6
  • Weinbergstraße 8
  • Weinbergstraße 10
  • Weinbergstraße 14
  • Weinbergstraße 18
  • Weinbergstraße 20
  • Weinbergstraße 22

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Schloßstraße 40 (Käseglocke)

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Impressum

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Arbeitskreis & Verein „Rudolstadt blüht auf“

Rudolstadt blüht auf e.V.
Astrid von Killisch-Horn
Schloßstraße 25
07407 Rudolstadt
03672/480158 und 0172/6188771
eMail: kontakt@avkh.de

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Konzeption Führer

Layout-Entwurf

Webdesign

Bildnachweise

Über die Autoren

Astrid von Killisch-Horn

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Lebensdaten

Geboren am 11.12.1961 in Düsseldorf
als Tochter von Hans-Henning und Ingeborg von Killisch-Horn geb. Gießler

Verheiratet mit Klaus-Peter Stecker seit 2001
Eine Tochter Anna Magdalena Vera von Killisch-Horn, geboren am 04.11.2001

Schulbesuch in Düsseldorf
Studium der Betriebswirtschaftslehre und Informatik in Aachen

Berufliche Tätigkeiten

1979-1987
Ausbildungsbegleitende Praxis

1987-1989
Unternehmensberatung Dittrich
Projektarbeit IT Allianz Leben Stuttgart
Großprojektleiterin beim Aufbau der Lebensversicherung der Deutschen Bank

1989-1994
Lebensversicherungs-AG der Deutschen Bank, Wiesbaden
Großprojektleiterin, Gruppenleiterin IT

1994-1997
Bonndata GmbH, Hauptgeschäftsstelle Wiesbaden (Betriebsübergang)
Großprojektleiterin, Gruppenleiterin IT, strategische Führungsaufgaben

1997-2005
Berlinische Leben, Wiesbaden
Großprojektleiterin, Gruppenleiterin IT, strategische Führungsaufgaben, Abteilungsleiterin Betriebsorganisation (1. Führungsebene), Prokuristin

seit 2002
Freiberufliche Tätigkeit auf dem Gebiet der historischen Forschungen, Schwerpunkte Familienforschung und oral history

2006-2007
Erforschung des Bürgerparkes Berlin-Pankow, Autorin des Buches “Bürgerpark Pankow - Grüner Lebensraum im Zeitenwandel” und Kuratorin der Ausstellung “Ein mäßig großer Garten ...” zur Geschichte des Bürgerparks Pankow

seit 2008
Erforschung des Villenviertels Rudolstadt-West und seiner Bewohner

Mitglied der Wüstenrot-Stiftung (Hauptaktionärin der Wüstenrot & Württembergischen)
Vorstandsmitglied FÜR PANKOW e.V.

Gelebt in Düsseldorf, Heidelberg, Aachen, Ludwigsburg, Stuttgart, Wiesbaden, Trebur, Rudolstadt

Passionen

Photographie
Kultur- und kunsthistorische Forschungen
Arbeit in der freien Wirtschaft
Sanierung von Baudenkmalen
Filmtheorie
Reisen


Dr. Renate Reuther

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Ausbildung

1968-1977
Neusprachliches Gymnasium

1977-1982
Universität Erlangen: Anglistik, Geschichte, Pädagogik

1979-1980
University College Aberystwyth, UK

1982
1. Staatsexamen

1983-1985
Pädagogische Ausbildung in Landshut und Neustadt/Aisch

1985
2. Staatsexamen

1988
Promotion in Neuerer Geschichte

1994
Prüfung zur Übersetzerin
1996
Fernstudium Betriebswirtschaft an der Somerset University: MBA

Berufstätigkeit

1985-1989
Dozentin für Englisch in Erlangen, Bayreuth und Ulm

1989-1991
Tätigkeit als Übersetzerin (z.B. Führer Röntgen-Museum)
Freilichtmuseum Münster: Führungen, Museumspädagogik

1992-1994
Direktionsassistentin an den Europa-Schulen, Wiesbaden

1994-1998
Dozentin an der European Management Academy, Wien

1997-2007
Dozentin für Wirtschaftsenglisch und Deutsch in Wien

ab 2008
Freiberufliche Tätigkeit als Historikerin und Immobilien-Entwicklerin

Auszeichnungen

Stipendium zum Studium der englischen Sprache
Stipendium zum Studium der holländischen Sprache
Preisträgerin des Kulturvereins Kulmbach (Lyrik)
Preisträgerin “Stadtschreiberin Schwaz“

Publikationen

Zur Geschichtsschreibung in der DDR, Frauengeschichtsschreibung, Heimatkunde sowie Übersetzungen

Sonstiges

Erfahrung in Projektmanagement, Marketing, Quality Management.

Interessen

Musik des Sturm und Drang, Architektur und Wohnen

Haftungsinweis

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Danksagungen

Unser besonderer Dank gilt den vielen Zeitzeugen, Sammlern, Wissensträgern und Institutionen, die uns ihre Geschichten, Kenntnisse und Erfahrungen, ihre Unterlagen und Photos zur Verfügung gestellt und uns freundlich begleitet haben.

Marcel Abid und Regina Rasch, Rudolstadt
Ralf Alex, Rudolstadt
Anna-Luise von Baumbach, Rudolstadt
Gerda-Margret Bergmann, Rudolstadt
Dr. Volker Bergmann, Lichtstedt
Horst Gustav Broel, Lahnau-Atzbach
Gabriele Brömel, Rudolstadt
Alexander von Dalnok, Rudolstadt
Michael Danz, Rudolstadt
Käthe Ehrecke, Rudolstadt
Franziska Gräfin von und zu Egloffstein, Neustadt/Aisch
Rudolf Ens, Rudolstadt
Thilo Faber, Rudolstadt
Jörg Fiedler, Rudolstadt
Klaus Fischer, Unterwellenborn
Horst Fleischer, Rudolstadt
Irmgard Gasda, Rudolstadt
Uwe Gasda, München
Gabriele und Wilfried Gerharz, Bad Kreuznach
Siegfried Gießler, Königssee
Thomas Hafer, Köln
Karin Hartwich, Rudolstadt
Andreas Hempel, Rudolstadt
Irene und Erich-Gottfried Heuser, Nußdorf
Henning Hopf, Böhlen
Dieter Jäger, Rudolstadt
Ulf Kalbitz, Saalfeld
Dr. Ralf Keilhau, Rudolstadt
Margarete Keller, Rudolstadt
Ingeborg von Killisch-Horn, Rudolstadt
Wolfgang Köhler, Rudolstadt
Herr und Frau Koppe, Rudolstadt
Ulrike Kowalczewski, Stadtarchiv Apolda
Joachim Kruschwitz, Rudolstadt
Roland Kuhne, Stadtarchiv Halle/Saale
Rolf und Horst Kuttner, Hamburg
Dieter Lange, Berlin
Helga Laskowski, Seth
Jeanette Lauterbach, Heidecksburg
Astrid Liebehenz, Kassel
Dr. Rainer Lindenmann, Rudolstadt
Jörg und Frau Macheleidt, Rudolstadt
Heilwig von Massow, Köln
Dr. Alfred Meurer, Fachingen
Prof. Dr. Dieter Müller, Hof
Eva Müller, Rudolstadt
Horst Müller, Böhlen
Klaus Müller, Landau-Nußdorf
Ursula und Ernst-Günther Müller, Rudolstadt
Johannes Naumann, Rudolstadt
Lebrecht von Necker, Gräfelfing
Jürgen Nesteler, Rudolstadt
Herr Nossen, Erfurt
Eva Otto, Rudolstadt
Ioannis Papakiritsis, Rudolstadt
Grete Paulovsky, Rudolstadt
Alfred Pelzer, Rudolstadt
Georg Pfetscher, München
Waltraud Pohl, Rudolstadt
Roswitha Rabe, Rudolstadt
Matthias und Rita Ramming, Rudolstadt
Silke und Hjödis Rein, Rudolstadt
Wolf-Rüdiger Reinhardt, Braunschweig
Christine Reipert, Rudolstadt
Thomas und Constanze Reußmann, Rudolstadt
Traute Reuter, Schweiz
Hans-Ulrich Röder von Diersburg, Bad Blankenburg
Prof. Dr. Götz von Rohr, Buchholz
Herr Ronneberger, Erfurt
Caroline Rosenthal, Uetikon am See
Turpin Rosenthal, Könitz
Dieter Schirrling, Rudolstadt
Beatrix Schlegel, Rudolstadt
Wilhelm Schmidt, Rudolstadt
Gisela Scholl, München
Siegfried Schultheiß, Rudolstadt
Judith Schusky, Düsseldorf
Renate Seydel, Leipzig
Uta Six, Rudolstadt
Klaus-Peter Stecker, Rudolstadt
Johannes Steffani, Ilmenau
Herr und Frau Steinmüller, Rudolstadt
Annette Toeche-Mittler, Alfter
Bernd Tröster, Rudolstadt
Hans-Heinrich und Iris Tschoepke, Rudolstdt
Dr. Lutz Unbehaun, Rudolstadt
Michael Voss, Schlangenbad
Herr und Frau Wappler, Rudolstadt
Anke und Martin Wendl, Rudolstadt
Helga Werlich, Rudolstadt
Ursula Werner, Rudolstadt
Anita und Dr. Frank Werth, Rudolstadt
Wolfgang Werth, München
Fridolin Zaugg, Rudolstadt

Bürgermeister Jörg Reichl, Stadt Rudolstadt
Stadtarchiv Rudolstadt, Maria-Luise Krohn, Gisela Bähring, Ellen Jahn
Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Rudolstadt
Rudolstädter Heimathefte, Redaktion und Autoren
Liegenschaftsamt Rudolstadt, Jens Kollatzsch und Christine Kiesewetter
Ostthüringer Zeitung, Heike Enzian
Landesdenkmalamt Erfurt, Bertram Lucke
Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, Saalfeld, Maren Kruschwitz
Bundesarchiv Berlin
Staatsbibliothek Berlin
Landesarchiv Berlin

Quellen

Zu mehreren Häusern und Straßen

Trinckler, Hugo: Entstehungsgeschichte und Häuser-Chronik von Alt-Rudolstadt. Rudolstadt 1939.

Bähring, Gisela, Jahn, Ellen und Krohn, Maria-Luise: Rudolstädter Straßen gestern und heute. Rudolstadt 2006.

Baupolizeiakten. Stadtarchiv Rudolstadt.

Adressbücher der Stadt Rudolstadt 1866-1949. Stadtarchiv Rudolstadt.

Gespräch mit Inge von Killisch-Horn am 09.05.2008 und am 22.+23.05.2008 zu einzelnen Rudolstädter Gebäuden im Villenviertel
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Verschiedene Gebäude in Rudolstadt, Kreisbauamt Rudolstadt 5-34-1260 Gruppe 18 Nr. 278
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Haus- und andere Bauten in hiesiger Stadt 1911-1914, Ministerium Rudolstadt Abt. Inneres 5-13-3000 Nr. 1834
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Photos und Daten von Gefallenen des 2. Weltkriegs, Nachlaß Hirt XI/1
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Deubler, Heinz: Blick auf Rudolstadt West um 1890. RHH 1980 Titel und S. 222.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Rudolstadt - Kulturgeschichte einer Landschaft. Landratsamt Rudolstadt 1989.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Geschichte des Villenviertels (Astrid von Killisch-Horn)

Allgemeines

Bogler, Wilhelm: Moderne Gartenentwürfe. Verlag Hachmeister & Thal Leipzig 1911.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Wiesner, Günther: Die Bevölkerungsverhältnisse der Stadt Rudolstadt. RHH 1960 S. 235-241.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Ruhe, Rudolf: Die Auswanderung aus der Oberherrschaft des ehemaligen Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt im 19. Jahrhundert und ihre Beweggründe. Teil 1. RHH1960 S. 253-260.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Pätz, Erich: Denkmalpflegerische Arbeiten im Kreis. RHH 1975 S. 1-5.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Biedermann, Georg: Topographische Anmerkungen über Rudolstadt 1785 von Christian Friedrich Bergemann. Ein altes Dokument der Volkszählung. RHH 1997 S.140-142.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Fleischer, Horst: "Um die Welt vom Drachen zu befreien" - Vor 100 Jahren erhielt Rudolstadt ein repräsentatives Justizgebäude. Jahrbuch 2005/2006 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 188-193.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Dr. Heinz: 70 Jahre Landkreis Rudolstadt. Land und Residenz der Schwarzburger. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 6-12.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Langhof, Dr. Peter: Verwaltungszentrum von 1922-1992. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 13-18.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Fleischer, Horst: Kulturmosaik des Rudolstädter Landes. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 19-23.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Pätz, Erich: Promenade und Vergnügungsplatz: Der Anger. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 202-205.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Dr. Heinz: 270 Jahre Rudolstädter Vogelschießen. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 206-211.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Sommer, Karl-Heinz: Die Auswanderungsbewegung in der Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt im 19. Jahrhundert. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 215-219.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Mähler, Eberhard: Rudolstädter Senioren Convent. Jahrbuch 1998 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 114-117.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Q702nHübner, Helmut: Ein vergessener Thüringerwald-Dichter: August Trinius. RHH 1994 S. 122-124.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Schneider, Erich: Streifzüge durch Rudolstadts Vergangenheit. Teil I. RHH 1958 S. 23-26.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Schneider, Erich: Streifzüge durch Rudolstadts Vergangenheit. Teil II. RHH 1958 S. 144-149.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Pätz, Erich: Denkmalpflege oder Wohnungsbau? RHH 1956 S. 4-5.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Deubler, Heinz: Ein Streifzug durch die Fluren Rudolstadts. II. Teil. RHH 1960 S. 98-103.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Pfeifer, Louis: Chronik der Stadt Rudolstadt. Verlag von F. W. Willmann, Magdeburg 1929.

Schloß Heidecksburg Rudolstadt. Edition Logika 2006.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

August Trinius: Durch´s Saalethal. J.C.C. Bruns´ Verlag, Minden i.W. ohne Jahr.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Draganovic, Julia: Mäßigkeit wird alt - zuviel stirbt bald. Weimarer Kultur Journal Nr. 5/1996 S. 32.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Bauplanordnung zum Teilfluchtlinienplan über den westlichen Flurteil der Flur Rudolstadt. Rudolstadt 1938.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Ein Zukunftswunsch für Rudolstadt. Rudolstädter Landeszeitung Nr. 35 vom 10.02.1901. II/310-7.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Unbehaun, Lutz und Feldrapp, Reinhard: Rudolstadt. Gondrom Verlag, Bindlach 1993.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Rudolstadt & ... der neue Stadtrat. Info-Heft Nr. 3. Stadtverwaltung Rudolstadt 1999.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: 125 Jahre Rudolstädter Seniorenconvent (RSC). Rudolstadt & ... die Jubiläen 2008. Info-Heft Nr. 21. Stadtverwaltung Rudolstadt 2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: 150. Todestag von Friedrich Anton Lincke. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2008. Info-Heft Nr. 21. Stadtverwaltung Rudolstadt 2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: Zum 50. Todestag des Architekten Fritz Grimm. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2006. Info-Heft Nr. 18. Stadtverwaltung Rudolstadt 2006.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: Der Architekt Gottwald Schinzel. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2006. Info-Heft Nr. 18. Stadtverwaltung Rudolstadt 2006.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: Wilhelm Wagner - Architekt. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2003. Info-Heft Nr. 12. Stadtverwaltung Rudolstadt 2003.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: 125. Todestag von Dr. Justin Lincke, Jurist. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2003. Info-Heft Nr. 12. Stadtverwaltung Rudolstadt 2003.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Bähring, Gisela: Rudolf Zinkel - Stadtbaurat in Rudolstadt. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2003. Info-Heft Nr. 12. Stadtverwaltung Rudolstadt 2003.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Herfurth, Thomas: Archivbilder - Rudolstadt. Sutton Verlag, Erfurt 2006
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Winkler, Doreen: Anna Luise von Schwarzburg - Ein Leben in Bildern aus ihrem photographischen Nachlaß. Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Rudolstadt 2005.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Rudolstadt - eine Residenz in Thüringen, E. A. Seemann Kunstverlagsgesellschaft, Leipzig 1993.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Bähring, Gisela, Jahn, Ellen und Krohn, Maria-Luise: Denkmäler in Rudolstadt. Stadtverwaltung Rudolstadt 2001.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Regional-Museum Heidecksburg. Ausstellungsführer. Rudolstadt 1987.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Hugk, Ulrich: In der Alten Stadt Rudolstadts. Jahrbuch 2001/2002 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 38-42.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Scheidig, Dieter: Zwischen Naturbezug und Memento Mori - Gartenhäuser und Pavillons in Rudolstadt. Jahrbuch 2001/2002 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 43-44.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Krohn, Maria-Luise: Bau der Katholischen Kirche vor 125 Jahren in Rudolstadt. Jahrbuch 2000 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 174-175.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Gespräch mit Dr. Lutz Unbehaun zur Rudolstädter Geschichte am 27.08.2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Homepage Reinhold und Uschi Neumann, Rudolstadt mit kleiner Rudolstadt-Chronik und Bildmaterial.
Quelle: www.all-neumann.de

Hain und Weinberge

Deubler, Heinz: Baumgarten und Hain bei Rudolstadt in früherer Zeit. Teil 1. RHH 1971 S. 72-78.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Heinz: Baumgarten und Hain bei Rudolstadt in früherer Zeit. Teil 2. RHH 1971 S. 114-119.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Heinz: Hain, Heide und verwandte Begriffe im Kreis Rudolstadt und im Gebiet der oberen Schwarza. RHH 1985 S. 210-215.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Lange, Peter: Über das Ende der Werksteingewinnung in Rudolstadt. RHH 2005 S. 189-195.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Dr. Heinz: Der ehemalige Weinbau bei Rudolstadt und Saalfeld. Jahrbuch 1998 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 125-127.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Heinz: Der Weinbau in Rudolstadt und seiner weiteren Umgebung. 1. Teil. RHH 1959 S. 188-198.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Deubler, Heinz: Der Weinbau in Rudolstadt und seiner weiteren Umgebung. 2. Teil. RHH 1959 S. 209-220.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Lange, Dr. Dr. Peter: Der Weinbau in Ostthüringen im 19. und 20. Jahrhundert. Jahrbuch 2001 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 89-92.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Vater, Günther: Die Tränken. RHH 1959 S. 116-118.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Heinz: Flurnamen bei Rudolstadt, die auf den früheren Vogelfang hinweisen. RHH 1959 S. 119.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Stadtentwicklung

Unterlagen zur Bebauung und zum Bebauungsplan der Gebind im Westen Rudolstadts 1864, Vorgänge Musikdirektor Hesselbarth, Posthalter Curioni und Förster Obstfelder. 1-4/1194, 1-4/1195 und 1-4/1175 (nicht weiter ausgewertet)
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Unterlagen zum westlichen Bebauungsplan Sektion IV und I (Erstellung, Veränderungen) 1884-1903. II/310-7
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Unterlagen zum westlichen Bebauungsplan Section IV, Moltkestraße, Schillingstraße, Schopenhauerstraße, Abwicklung Straußsche Fabrik, Neubauten durch Fritz Grimm; Bebauung der oberen Richard-Wagner-Straße (nicht angesehen) 1927-1936. II/45-2
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gartenbaubewegung

Statuten des Gartenbau-Vereins zu Rudolstadt, 1868. Jahresbericht des Gartenbauvereins zu Rudolstadt 1869 und 1876 (1876 mit einem Bericht zum Weinbau im Fürstentum). S/BGi/1
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Lutherkirche

Die Lutherkirche in Rudolstadt. Festschrift zur Erinnerung an die Einweihung am 10.11.1906. Rudolstadt 1906. Br/BDd
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Die Erbauung einer neuen Kirche in hiesiger Stadt (Lutherkirche). Ministerium Rudolstadt II. Abteilung (Inneres) 1883-, 5-13-3000 Nr. 5436.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Vertragsarchiv über den Bau der Lutherkirche (besonders S. 216ff.), 1890-1907. Ministerium Rudolstadt III. Abteilung (Kirche und Schule) R 43.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Bähring, Gisela: Die Lutherkirche in Rudolstadt wird 100 Jahre alt. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2006. Info-Heft Nr. 18. Stadtverwaltung Rudolstadt 2006.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Bauverein

Gründung einer Baugenossenschaft (Bauverein Rudolstadt GmbH), 1904-1918. II/50-5.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Wiederaufleben der "Bauverein Rudolstadt GmbH", 1919-1927. II/4388.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gründerzeit

Ketelhodt, Friederike von: Jugendbewegung in Rudolstadt. RHH 1997 S. 122-128.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Drittes Reich

Unterlagen zur Zeit des Nationalsozialismus in Rudolstadt.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Buchmann, Dr. Gerhard: Thüringer Untersuchungen zur Judenfrage. Rudolstädter Judenfrage, Verlag Fritz Fink Weimar 1939.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Swirszczuk, Karl-Heinz: Juden in Rudolstadt, Staatliches Gymnasium Rudolstadt 1997.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Nachkriegszeit

Mohr, Ulrich: Wie ich als kleiner Junge das Frühjahr 1945 in Rudolstadt erlebte. Teil 1. RHH 2009 S. 23-26
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Mohr, Ulrich: Wie ich als kleiner Junge das Frühjahr 1945 in Rudolstadt erlebte. Teil 2. RHH 2009 S. 97-102
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Pätz, Erich: Zum Kriegsende 1945 in Rudolstadt. RHH 1999 S. 30-33.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Schneider, Klaus: Nachtrag zum Frühjahr 1945. RHH 1997 S. 64-65.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Wilde, Dr. Frank-Eberhard: Am Rande des Chaos. Die Amerikaner als Besatzungsmacht 1945 in Rudolstadt. Jahrbuch 2005/2006 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt S. 37-42.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Wilde, Dr. Frank-Eberhard: Rudolstadt & das Jahr 1945. Stadtverwaltung Rudolstadt 2005.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Nachwendezeit

Die Behandlung von Flüchtlingsvermögen in der Zone. Frankfurter Zeitung vom 17.08.1957

Thomas, Dr. Werner: Die Wende zur Wiedervereinigung. Jahrbuch 1993 Landkreis Rudolstadt S. 24-30.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Jahn, Ellen: Das Hochwasser am 10./11. August 1981 in Rudolstadt und Umgebung. Rudolstadt & ... die Jubiläen 2006. Info-Heft Nr. 18. Stadtverwaltung Rudolstadt 2006.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

August-Bebel-Str. 4 (Astrid von Killisch-Horn)

Unterlagen aus dem Nachlaß der Familie Damm
Quelle: Anke und Martin Wendl

Inschriften von Grabsteinen der Kirche San Francisco in Durango
Quelle: http://www.elsiglodedurango.com.mx/noticia/124956.foro.siglo

Über die Casa del Conde de Súchil in Durango
Quelle: http://es.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080103190839AAyf5S8

Über die Casa del Conde de Súchil in Durango
Quelle: http://www.mailbanamex.com/esp/filiales/fomento_cultural/casas/suchil2.htm

Gespräch mit Roswitha Rabe am 02.07.2008 und 02.10.2008 in Rudolstadt
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Heinke, Johannes und Krambehr, Annett: Beschreibung eines einzelnen Gebäudes im Innenstadtbereich: Auktionshaus Wendl, August-Bebel-Straße 4. Gymnasium Fridericianum Rudolstadt 1999-2000
Quelle: Anke und Martin Wendl

Gespräche und Korrespondenz mit Anke und Martin Wendl
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Susanna Zacharias: Zur Geschichte des Hauses August-Bebel-Straße 4. Zeitzeugenbericht, undatiert.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

www.auktionshaus-wendl.de
Quelle: Internet

Blutke, Günter: Obskure Geschäfte mit Kunst und Antiquitäten. LinksDruck Berlin 1990
Quelle: Anke und Martin Wendl

Voigt, Hans: Staatlich verordnete Gier nach Devisen oder Plünderung unbescholtener Bürger. Aus: Gerbergasse 18 Heft 3/2002
Quelle: Anke und Martin Wendl

Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 377: Die Wiederverlegung des Testamentes des Consuls Maximilian Damm 1973 und 1898/99
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt 5-13-6200 Nr. 301: Sache des Consuls Maximilian Damm in Durango und der Baronin Marie Juane de la Cruz von Aix in Bidburg a.R., Kläger gegen die Stadt Rudolstadt 1896
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Personalakte Bauaufseher August Bauermeister 1853-1888, Ministerium Rudolstadt Abteilung Finanzen 5-13-5000 Nr. 107
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahme Damm, II/8244 Bl. 226
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahme Damm, II/3219 Bl. 284ff.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Unterlagen aus dem Nachlaß der Familie Damm.
Quelle: Herr Schirrling

Ein Abstecher nach Mexiko. In: Freie Presse für Texas vom 18.07.1901.
Quelle: Renate Seydel

Unterlagen aus dem Nachlaß der Familie Damm.
Quelle: Renate Seydel

Ein Traum in Vanille und Himbeere. In: Volkswacht vom 25.08.1978.
Quelle: Renate Seydel

Friedrich-Naumannstraße 3 (Astrid von Killisch-Horn)

Baupolizeiakten Friedrich-Naumann-Straße 3
Quelle: Ernst-Günther Müller

Grundbuchauszug Friedrich-Naumann-Straße 3
Quelle: Ernst-Günther Müller

Ehemaliges Dienstwohngebäude mit Nebengebäuden Sizzostraße 3 in Rudolstadt, Kreisbauamt Rudolstadt 5-34-1260 Gruppe 8 Nr. 189
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Testament des Kaufmanns Bruno Harraß in Rudolstadt. Thüringisches Amtsgericht Rudolstadt 5-33-4300 Nr. 316
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Sanierung der Firma B. Harraß GmbH, Sperrholzfabrik in Böhlen 1933-1934. Thüringisches Kreisamt Arnstadt 5-34-1100 Nr. 5018
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Forderungsklage des Reisenden Karl Fröbel aus Berlin gegen die Handelsgesellschaft B. Harraß in Böhlen 1896, Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt 5-13-6200 Nr. 214
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Schuldklage des Kaufmanns und Fabrikbesitzers Paul Gaede zu Neuruppin gegen den Möbelfabrikanten B. Harraß in Böhlen 1892-1896, Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt 5-13-6200 Nr. 209 (nicht angesehen)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Schuldklage des Kaufmanns und Fabrikbesitzers Paul Gaede zu Neuruppin gegen den Möbelfabrikanten B. Harraß in Böhlen 1896-1905, Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt 5-13-6200 Nr. 225 (nicht angesehen)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Über die Gemeinde Böhlen. Artikel in Wikipedia.
Quelle: www.wikipedia.de

Daten zu Bruno Harraß. Informationen von Axel Pfuhl zur Familie.
Quelle: www.familie-woelky.de

Stichwort Koptoxyl. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907 in: Digitale Bibliothek. Die legendären Lexika.???
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Ehemalige Landesindustrie Paul Lottmann, 1931-1936. II/1-4/996.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Ersuchen um Auskunftserteilung an Private. Darin: Bereitstellung eines Bauplatzes für Max Harraß 1909. II/6934 S. 206ff.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gespräch mit Matthias Ramming und Ernst-Günther Müller zum Haus Friedrich-Naumann-Straße 3 und seiner Geschichte am 12.08.2008 in Rudolstadt.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Kurze Chronik der Möbelfabrik Böhlen. 1950.
Quelle: Henning Hopf

Chronik von Böhlen. S. 16-31, 54-55.
Quelle: Henning Hopf

Schwarzburgische Landesindustrie, 1919-1922. II/1-4/765.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

B. Harrass GmbH Böhlen i. Thüringen – Koptoxyl Innenarchitecturen. Böhlen 1906.
Quelle: Dieter Lange

Schriftwechsel mit Henning Hopf, Böhlen. 2008-2009
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Schriftwechsel und Gespräche mit Dieter Lange, Berlin. 2009
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Mörlaer Straße 8b (Astrid von Killisch-Horn)

Innere Thüren zu dem Wohnhause des Rechtsanwalts Mohr, Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 1801
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Lucke, Bertram: Zur Entstehung der Glasmalereien in der Rudolstädter Lutherkirche. RHH 2007: 16-23
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Scheidig, Dieter: "Hier ruht ein Arbeiter." - Die Urnenhalle des Großindustriellen und Rechtsanwaltes Oskar Mohr in Rudolstadt. RHH1998: 210-213
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Zerenner, Gerd: Erinnerungen an Oskar Mohr. RHH 1999: 211-213
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Gasda, Irmgard: Bemerkenswerte Häuser in Rudolstadt - Die Feste Burg. RHH 1994: 11-13
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Müller, Wolfgang: Oskar Mohr 1834-1919. Rudolstadt 1988.
Müller, Wolfgang und Müller, Helene: Oskar Mohr - Kinder und Enkel. Nußdorf 1994.
Quelle: Eva Müller

Griffelbrüche bei Steinach, Thüringischer Staatswerke, Steinach, 1926-1937. Bergamt Saalfeld Nr. 1410. (nichts)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Die Arbeitsanordnungen in den Fabriken, Mohr und Loehrs, 1892. Ministerium Rudolstadt, II. Abteilung (Inneres) Nr. 4896
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Eingabe Mohr & Loehrs Döschnitz betr. Kauf eines Lagerplatzes von der Gemeinde Döschnitz, 1924. Thüringisches Kreisamt Rudolstadt Nr. 0253.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Betriebsstillegung der Firma Mohr & Loehrs Döschnitz, 1929. Thüringisches Kreisamt Rudolstadt Nr. 0290.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Griffelschieferbrüche in der Flur Döschnitz. Bergamt Saalfeld Nr. 0407. (nicht Mohr & Loehrs)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Griffelschieferbrüche im Ramsthal bei Spechtsbrunn und Steinach. Bergamt Saalfeld Nr. 01324. (nicht Mohr & Loehrs)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Verzeichnis über Griffelschieferbrüche, 1932, 1933. Bergamt Saalfeld Nr. 0070. (nicht Mohr & Loehrs)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Grubenfeld "Oskar" bei Steinach 1937-1938. Bergamt Saalfeld Nr. 1421.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Durchführung des Gesetzes vom 22.07.1933 betr. Griffelschiefer und der Verordnung vom 25.07.1933 betr. Griffelschiefer, 1934. Bergamt Saalfeld Nr. 0070/1. (nur überflogen)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Durchführung des Gesetzes vom 22.07.1933 betr. Griffelschiefer und der Verordnung vom 25.07.1933 betr. Griffelschiefer, 1934. Bergamt Saalfeld Nr. 0070/2.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Konkursverfahren der Thüringer Gipswerke in Krölpa Band 1, 1950-1970. Staatsbank der DDR, Kreisfiliale Gera Nr. 0172.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Dokumente zur Umwandlung von Privatbetrieben in volkseigene Betriebe, Industrieabteilung Leichtindustrie Band 2, 1972-1972. Staatsbank der DDR, Kreisfiliale Gera Nr. 2748. (nichts)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Untersuchungsakten Oskar Mohr Rudolstadt wegen Einkommensteuerhinterziehung, 1911. Schwarzburgische Staatsanwaltschaft beim Landgericht Rudolstadt Nr. 210.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Untersuchungsakten Oskar Mohr Rudolstadt wegen Einkommensteuerhinterziehung, 1911-1913. Schwarzburgische Staatsanwaltschaft beim Landgericht Rudolstadt Nr. 210/1.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Die Personalien des Referendars Dr. Carl Feustel aus Magdeburg, jetzt hier, 1900-1903. Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt Nr. 74.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Die Personalien des Referendars Dr. Carl Feustel aus Magdeburg, jetzt hier, 1900-1903. Gemeinschaftliches Landgericht Rudolstadt Nr. 74.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Die von den A. Lincke´schen Erben beantragte Kraftloserklärung eines Hypothekenscheines, 1894. Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 168.
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Gespräch mit Eva Müller und Käthe Ehrecke am 08.01.2009 in Rudolstadt
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Tonprotokoll)

Instandsetzung "Feste Burg" 1959-1960. Finanzverwaltung Besatzungskostenstelle III/765-2
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Wohnungsangelegenheiten Wohnungsamt, Verschiedenes, 1951. III/364-4
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Schaffung von Kindergarten- und Krippenplätzen, 1961-1964. III/349-3
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Akten des Stadtrats den Kohlenmangel betreffend, 1916-1920. II/2698.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Stiftung des Rechtsanwalts a.D. Oskar Mohr hier für die Zwecke der Erbauung eines Krematoriums, 1913-1925. II/4541.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Das Krematorium des Nordfriedhofs, 1921-1925. II/4549.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gerd Zerrenner: Auer von Welsbach - Erfinder des Gasglühlichtes. In: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Jahrbuch 2001.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Deubler, Heinz: Oskar Mohr, Mitbegründer und Ehrenmitglied des Rennsteigvereins. RHH 1990: 199-201
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Gespräche mit Familie Fiedler und Eva Müller. 2008-2009.

Schloßstraße 15 (Astrid von Killisch-Horn)

www.cursdorf.de
Quelle: Internet

Ferdinand Schlote: Die ersten fünf Jahre der Cursdorfer Zündholzfabrik 1856-1860. RHH 1975: 254-258
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

www.zuendholzetiketten.de
Quelle: Internet

www.zuendholzschachteln.de
Quelle: Internet

www.zuendholzriesa.de
Quelle: Internet

Unterlagen zur Familie Langbein
Quelle: Irmgard Gasda

Telefonat mit Rüdiger Reinhardt zur Zündwarenfabrik Cursdorf und Riesa
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Peter Brors: Feuer und Flamme. Handelsblatt vom 13.01.2006
Quelle: Internet

Helge Hesse: Ivar Kreuger: Finanzgenie und Schurke. Handelsblatt 10.05.2005
Quelle: Internet

Gisela Scholl geb. Langbein: Lebenserinnerungen. Handschriftliches Manuskript 2008
Quelle: Gisela Scholl

Gespräche mit Uta Six zum Haus Schloßstraße 15. 2008-2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Notizen)

Gespräch mit Wolf Rüdiger Reinhardt zur Streichholzfabrik Langbein. 2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Notizen)

Gespräch mit Horst Gustav Broehl zu Familie Langbein, 2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Notizen)

Eröffnung einer Spinnerei und Weberei durch Max Langbein, 1927-1932. II/1-4/990.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Finanzverwaltung Besatzungskostenstelle: Besatzungskosten für einzelne Gebäude. 1946-1952. Darunter: Schloßstraße 15. III/766-3
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Telefonat mit Traute Reuter, Enkelin von Max Langbein, am 08.01.2009
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Notizen)

Schloßstraße 25 (Astrid von Killisch-Horn)

Unterlagen zum Haus Schloßstraße 25 aus der Zeit von 1928 bis heute
Quelle: Inge und Astrid von Killisch-Horn

Grundbuch Band IX Blatt 540 (später 10423) zum Haus Schloßstraße 25
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Informationen zur Familie von Necker http://www.geocities.com/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/NECKER_HANNS.html
Quelle: Internet

Informationen zum Duell Hanns-Dietrich von Necker und Rudolf Ditzen
Quelle: Internet

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/fallada.htm
http://www.burg-posterstein.de/museum/hans%20fallada.htm
http://www.fallada.de/content/view/9/29/
http://de.wikipedia.org/wiki/Suizid
http://www.kirov-center.org/incl_07/incl_07_05/autoren/fallada.shtml
http://books.google.de/books?id=xcsIZsMCwnQC&pg=PA13&lpg=PA13&dq=%22von+necker%22+rudolstadt&source=web&ots=xblSwKJvN7&sig=5iyJ3worJvB40EveZ8Y2vgUoswk&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=10&ct=result
http://www.wenzel-orf.de/html/fallada_rudolstadt.html
http://www.dav.aufbau-verlag.de/index.php4?page=5524
http://der-greifswalder.de/Personen/personen-M-05.htm
http://is.muni.cz/th/109742/ff_b/Hans_Fallada_in_tschechischen_Kritiken.pdf
http://www.natorp.de/faecher/deutsch/LitSpazierggNeu/Fallada.html
http://www.schlauweb.de/Hans_Fallada?title=Spezial:Booksources&isbn=3356007971
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=45143880&top=SPIEGEL

Herbert Schwenk: Fieberhafte Flucht zum literarischen Weltruhm http://www.luise-berlin.de/Bms/bmstxt00/0012pord.htm
Quelle: Internet

Beate Breuer: Rudolstadt ehrte einen großartigen Erzähler und Chronisten. Artikel zu Rudolf Ditzen im Jahrbuch Landkreis Rudolstadt 1994
Quelle: Stadtarchiv

Günter Gerstmann: Gefährlich nah am Abgrund - Kleine Laudatio auf Hans Fallada. Artikel zu Rudolf Ditzen im Jahrbuch Landkreis Rudolstadt 1994
Quelle: Stadtarchiv

Paul Elgers: Eine Schülertragödie in Rudolstadt. Artikel zu Rudolf Ditzen im Jahrbuch Landkreis Rudolstadt 1994
Quelle: Stadtarchiv

Einem Kriminalfall auf der Spur. In: Ostthüringer Zeitung vom 14.05.2005
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Korrespondenz mit Prof. Dr. Götz von Rohr
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 4974: Testament der verwitweten Frau Major Emma Gertrud Magdalene von Necker geb. Bender
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 4947: Testament des Hauptmanns Hans von Necker und dessen Ehefrau Emma geb. Bender 1894 und 1909
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahmen. II/8222 Bl. 102 von Necker
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahmen. II/8242 Bl. 127 von Necker
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Nicht zustande gekommene Grundstückserwerbungen 1914-1935.II/27-5.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Lawatsch, Dr. Hans-Helmut: Fallada in Rudolstadt. RHH Sonderheft 1997: 94-95
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Korrespondenz mit Lebrecht von Necker
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Akten über den Prozess gegen Rudolf Ditzen. 5-13-6300 Nr. 751
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Korrespondenz und Gespräche mit Annette Toeche-Mittler, 2009
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Tschöpe, Werner: Das Rundbild am Hause Schloßaufgang VI Nr. 1 in Rudolstadt. RHH 1985 S. 216-218.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Schloßstraße 27 (Astrid von Killisch-Horn)

Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 600: Testament des Rentiers Friedrich Macheleidt 1882-1889
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt Nr. 601: Testament des Rentiers Waldemar Macheleidt 1898-1902
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Nachlass Herbert Kühnert Familie Macheleid 5-97-2250 Nr. 193
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Gespräch mit Silke Rein am 13.08.2008 in Rudolstadt
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Tonprotokoll)

Zum 25jähr. Geschäftsjubiläum Hugo Werths. Beilage der "Rudolstädter Zeitung", 02.07.1930. ZA Nr. 74/BEb
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Kapital-Stiftungen zur Instandhaltung von Erb- und Privat-Grabstätten 1872-1918, u.a. Macheleidt. II/4535
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahme Hugo Werth, II/8239 Bl. 138
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Bürgeraufnahme Waldemar Macheleidt, II/8219 Bl. 241
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gesuch des Gürtlermeisters Heinrich Voigt um Aufnahme und Adoption des Georg Friederich Macheleidt, 1834-1846. I/60-19
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Ehrendiplom des ästhetischen Mittagstisches in "Kellners Hotel" für Waldemar Macheleidt, 1894. S/Beb/2.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gespräch mit Anita Werth am 28.12.2008 in Rudolstadt.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn (Tonprotokoll)

Unterlagen zu Familie Werth.
Quelle: Frank und Anita Werth

Gespräch mit Wolfgang Werth am 14.01.2009 am Telefon.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Artikel zur Firma Puhl&Wagner, Berlin.
Quelle: Wikipedia

Unterlagen der Gürtler-Innung, Akte 7 1833-1860. I/44-1.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Buchdruckerei Mänicke und Jahn, 1925-1929. II/1-4/998
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Buchdruckerei Mänicke und Jahn, Betriebsrevisionen, Überstunden 1898-1916. II/1-4/715
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Gespräch mit Dr. Rainer Lindenmann. 2008.

Schloßstraße 35 (Astrid von Killisch-Horn)

Kammer Rudolstadt 5-12-1060 Nr. 1796: Das Gesuch des Gerbers Güntsche 1848
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Die Vormundschaft über die minderjährige Tochter Friederike Henriette Georgine Lina Güntsche des Gerbereibesitzers Carl Güntsche 1888-1896, Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt 5-13-6250 Nr. 4340
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Testament des Gerbereibesitzers Friedrich Aldolph Heinrich Güntsche 1898-1905, Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt 5-13-6250 Nr. 443
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Gebrüder-Güntsche-Stiftung 1915-1944, Thüringisches Kreisamt Rudolstadt 5-34-1200 Nr. 1435
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Kirchennachrichten, Taufe der Caroline Louise Auguste Therese Güntsche. Fürtl. Schwarzb. Rudolst. Gnädigst privilegirtes Wochenblatt nr. 47 vom 26.11.1859.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Auskunftsertheilungen an auswärtige Gemeindevertretungen und andere Behörden. Ab 1886. II/6923. Betrifft Eduard Günther und Carl Güntsche. Nicht relevant.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Astrid von Killisch-Horn: Chronik der Familie von Killisch-Horn. 2004-2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Firmenakten Band II, 18875-1881. Schwarzburgisches Justizamt/Amtsgericht Rudolstadt 5-13-6250 Nr. 4. (Güntsche, Richter etc.)
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Homepage von Butte/Montana, USA. http://www.co.silverbow.mt.us/index.asp.
Quelle: Internet

Krohn, Marie-Luise: Der schwarzburgische Regierungs- und Baurat Paul Rudolf Brecht. RHH 2003: 312-315.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Telefonat mit Frau Heuser, 2008.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Astrid von Killisch-Horn: Stammbäume und Personen Familie Güntsche (Zusammenstellung aus verschiedenen Quellen).
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Telefonat mit Rolf Kuttner am 18.04.2009 und anschließende Korrespondenz und Gespräche mit Horst und Rolf Kuttner.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Gespräch mit Johannes Naumann am 05.05.2009
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Adressbücher der Stadt Berlin. 1799-1943.
Quelle: http://adressbuch.zlb.de/

Ludwig Kuttner: Tagebuch seiner Reise von Berlin auf die Philippinen (Einträge bis Hongkong) und zwei Briefe. 1884-1885. Abschrift.
Quelle: Rolf Kuttner

Weber, Petra: Justiz und Diktatur. Justizverwaltung und politische Strafjustiz in Thüringen 1945-1961. R. Oldenbourg Verlag, München 2000.
Quelle: Google Books

Heranziehung von Industrie. II/56-6. Isola angesprochen. Andere brach liegende Gelände genannt, für die Villenforschung relevante Fabriken.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Arbeitsordnung für die Isola Gesellschaft für Kälte- und Wärme-Isolierung. 1920, 1935, 1946. II/1-4/974.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Die Unterhandlungen mit auswärtigen Industriellen wegen evtl. Einrichtung von Fabriken pp. in hiesiger Stadt. 1900-1926. II/2680.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Beilage zur "Landeszeitung" Rudolstadt: Isola wechselt den Besitzer. 26.05.1932. Br/BFa.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

FBI-Unterlagen zu Lina Killisch-Horn. 1917.
Quelle: www.footnote.com

Verschiedene Zeitungsannocen und -artikel zu Madame Caroline. The Chicago Tribune
Quelle: www.footnote.com

Informationen zum Sozialwerk Heuser
Quelle: www.sozialwerk.de

Personendaten zu Mitgliedern der Familie Güntsche
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Meurer, Dr. Alfred: Der Berliner Maler Albert Maennchen. "Das dekorative Werk 1895" 1918. VDG, Weimar 2006
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Korrespondenz mit Dr. Alfred Meurer. 2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Innendekoration. Illustrierte kunstgewerbliche Zeitschrift. Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt. Januar 1901.
Quelle: Dr. Alfred Meurer

Unterm Hain 12 und 13 (Astrid von Killisch-Horn)

Wohnungsluxussteuer Jordan Thüringisches Kreisamt Rudolstadt 5-34-1200 Nr. 943
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

Prozeßsache Hofschornsteinfeger Idor Bauermeister und Kommerzienrat Jordan 1908 Ministerium Rudolstadt I. Abteilung (Finanzen) 5-13-5000 Nr. 817
Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt

 (wohl ein anderer Heinrich Jordan) Blattsammlung des Amtsgerichts Lichterfelde Abteilung 9 Nachlassakte Jordan, Heinrich, Oberstleutnant, 1938, A Rep. 345 Nr. 21935
Quelle: Landesarchiv Berlin

Acta des Polizeipräsidenten zu Berlin betreffend den Kaufmann Hugo Jordan, seinen Bruder Fritz und seine Söhne Dr. jur. Heinrich und Max. In der Firma Heinrich Jordan 1888-1915. A Pr. Br. Rep. 030 Nr. 10902
Quelle: Landesarchiv Berlin

Berlin und seine Bauten. Teil VIII Bauten für Handel und Gewerbe Band A Handel. Seite 108. Verlag von Wilhelm Ernst & Sohn Berlin, München, Düsseldorf 1978
Quelle: Landesarchiv Berlin

Grundstück Markgrafenstraße 104-107, heute Nr. 85-88, Lindenstraße 91-92 und Enckestraße 1-2. Geschäftshaus Dr. Heinrich Jordan 1891-1934. F Rep. 270, A Nr. 10283
Quelle: Landesarchiv Berlin

Bauakten Grundstück Markgrafenstraße 106 (zu alt, vor Jordan). A Rep. 010-02 Nr. 4369
Quelle: Landesarchiv Berlin

Bauakten Grundstück Markgrafenstraße 106 (zu alt, vor Jordan). B Rep. 202 Nr. 3570
Quelle: Landesarchiv Berlin

Akte Hohenzollenstraße 14 (mit traumhaften Original-Zeichnungen). B Rep. 202 Nr. 3570 WARUM GEHOLT?
Quelle: Landesarchiv Berlin

Berliner Neubauten. Neu- und Umbau des Geschäftshauses Heinrich Jordan, Markgrafenstraße 105-107. In: Deutsche Bauzeitung XXVII. Jahrgang vom 30.06.1893.
Quelle: Landesarchiv Berlin

Waldemar Klinghammer: Mein Leben. Band I. Handschriftliche Lebenserinnerungen. Stadt A Rudolstadt XI/41.
Quelle: Stadtarchiv Rudolstadt

Claudia Fichtmüller: Die Geschichte der Stadt Neuhaus am Rennweg und seiner berühmten Holzkirche. Semesterarbeit an der Universität Erfurt 2006/2007.
Quelle: Internet www.suptur-sonneberg.de/gemeinden/1177056930.doc

Korrespondenz mit Caroline Rosenthal, Schweiz. 2008-2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Verkaufanzeige zur Villa, 2008.
Quelle: Internet Immobilienscout24

Gasda, Irmgard: Bemerkenswerte Häuser in Rudolstadt - De Jordansche Villa. RHH 1994: 244-248
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Korrespondenz mit Johannes Steffani, Architekt bei der Sanierung der Villa durch Architekturbüro Feuerpfeil im Jahre 1996. 2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Korrespondenz mit Georg Pfetscher, München. 2009.
Quelle: Astrid von Killisch-Horn

Die Geschichte eines Welthauses. Monatsschrift für das kaufende Publikum, xx/xxxx S. 5-10.
Quelle: Georg Pfetscher

Pläne und Karten (Astrid von Killisch-Horn)

Plan von Rudolstadt 1876, Stadtarchiv Rudolstadt EA34

Plan von Rudolstadt und nächster Umgebung 1907, Beilage zum Führer, herausgegeben von Th. W. V., Maßstab 1:8000, Stadtarchiv Rudolstadt Eaxx

Plan von Rudolstadt 1887, Stadtarchiv Rudolstadt II 301/9

Gemeinsamer Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Fluren Mörla und Schaala vom 22.01.1937, Lageplan Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt EA25

Plan von Rudolstadt und nächster Umgebung 1903, Maßstab 1:8000, Stadtarchiv Rudolstadt EA7

Plan von Rudolstadt und nächster Umgebung 1909, Beilage zum Führer, herausgegeben von Th. W. V., Maßstab 1:8000, Stadtarchiv Rudolstadt EA8

Plan von Rudolstadt und nächster Umgebung 1899, Maßstab 1:8000, Stadtarchiv Rudolstadt EA6

Stadtplan von Rudolstadt in Thüringen (Plan zwischen 1933 und 1945, anhand Straßennamen eingegrenzt),  Stadtarchiv Rudolstadt EA2

Rudolstadt Stadtplan 12/1951, angefertigt vom techn. Büro Saalfeld, Stadtarchiv Rudolstadt EA15/2

Rudolstadt (Plan zwischen 1949 und 1958, anhand Straßennamen eingegrenzt), Stadtarchiv Rudolstadt EA11/2

Plan von Rudolstadt 1925, Verlag Fürstlich priv. Hofbuchdruckerei (F. Mitzlaff), Maßstab 1:10.000, Stadtarchiv Rudolstadt

Teilfluchtlinienplan über den westlichen Teil der Flur Rudolstadt, aufgestellt am 04.06.1938, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt

Flur Rudolstadt, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Neubau der Richard-Wagner-Straße, Grundstücksaufteilungsplan 01/1935, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Lageplan zum Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Fluren Mörla und Schaala vom 28.02.1939, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Plan über umzulegende und umgelegte Flächen, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Flur Schaala, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt

Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Fluren Mörla und Schaala, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/22

Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Flur Schaala, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/22

Teilfluchtlinienplan über den nordwestlichen Flurteil der Flur Rudolstadt mit Teilen der Flur Schaala, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/22


Abänderungs- und Ergänzungsplan zu Sect. 1 des Bebauungs-Plans von Rudolstadt. Westlicher Teil. Beiblatt No 10, 07.11.1905, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Bebauungsplan über die Weinbergstraße, von der Adolfstraße bis zur Stiftsgasse, Innere Stadt Blatt 1 von Rudolstadt, 03/1919, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Lageplan zur Sect. 1 des Bebauungsplans von Rudolstadt, betr. die Abänderung der südl. Staßenfluchtlinie der Weinberg-Straße zwischen Mathilen- und der Kreuz-Straße, Beiblatt No. 12, 10.10.1908, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Bebauungsplan Beiblatt No. 4, 1899, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17 (?), C55

Lageplan zur Sect. 1 des Bebauungsplans von Rudolstadt, betreffend die Abänderung der nördlichen Fluchtlinie der Straße am Saaldamme zwischen der Augustenstraße und der Fürstengartenstraße, Beiblatt No. 14, 26.03.1912, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17 (?)

Abänderungsplan zu dem Bebauungsplan über die Weinbergstraße, von der Schloßstraße bis zur Lutherstraße, Sekton 1 von Rudolstadt. Beiblatt No 16, 07/1919, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Zur Sect. I des Bebauungs-Planes von Rudolstadt. Lageplan über die Abänderung der südlichen Flucht der Schloßstraße von der Lutherstraße aufwärts, Beiblatt No. 15, 14.04.1917, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17 (?)

Zur Sect. I des Bebauungs-Planes von Rudolstadt. Lageplan über die projektierte Straße von der Schloßstraße nach der Weinbergstraße, "Verlängerte Sizzostraße", sowie über die Abänderungen: a) der gebrochenen nordwestlichen Ecke zwischen Mathildenstraße Weinbergstraße und b) der gebrochenen nordöstlichen Ecke zwischen Schloßstraße und Georgstraße, c) der Straßenfluchten der Weinberg- und Lutherstraße am östl. Ende der letzteren und d) Einziehung der Strecke der Kreuzstraße zwischen Adolf- und Weinbergstraße, Beiblatt No. 13, 14.06.1911 und 08.01.1912, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17 (?)

Abänderungs- und Ergänzungsplan zu Sect. 1 des Bebauungs-Plans Rudolstadt. Westlicher Teil. Beiblatt No 9, 28.09.1905, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Bebauungsplan von Rudolstadt betreffend Kleine-Allee und Kreuz-Straße, festgestellt 04.05.1892, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/19

Bebauungs-Plan von Rudolstadt (Kleine-Allee), Stadtarchiv Rudolstadt Z3/17

Original-Bebauungsplan für den westlichen Theil der Stadt Rudolstadt Sect. 1, genehmigt und festgestellt am 22.10.1875, später ergänzt durch Beiblätter No 1 festgestellt am 04.08.1891 und Beiblatt No. 2 festgestellt am 28.11.1895, Stadtarchiv Rudolstadt

Bebauungsplan über das Gelände zwischen Schloß-Straße, Mörlagraben und Hainweg in Rudolstadt, zum Erläuterungsbericht vom 08/1901, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/19

Bebauungsplan von Rudolstadt Sect. 1, 08/1897, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/19

Bebauungsplan über die verlängerte Moltkestraße bis zur Schaalaer Straße Sekt. 4 von Rudolstadt, 01.03.1927, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Lageplan zur Abänderung und Ergänzung des westl. Bebauungsplans von Rudolstadt (Entwurf), 14.01.1905, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/19

Lageplan, 29.11.1933, Maßstab 1:5000, Z3/12

Isometrische Vogelschau - Teilplan - des Aufbauplanes für den westl. Teil der Flur Rudolstadt, 02/1944, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt

Lageplan über den nordwestlichen Teil des Bebauungsplanes von Rudolstadt Sect. VII, Straßen IX bis XVI Mörlaer- und Franz-Selde-Straße, 01/1935, Maßstab 1:1000, Stadtarchiv Rudolstadt Z3/12

Flurkarten 1870 von Rudolstadt Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 526

Karten vom Anschluß an den Kanal in Rudolstadt Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 955

Situation des Ortelli´schen Berges in Rudolstadt 1836 mit von Gleichenschem Berg, von Ketelhodtschen Berg, Stickschulgarten Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 1856

Ältester Stadtplan von Rudolstadt von 1748 Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 966

Stadtplan von Rudolstadt von 1753 Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 1566

Flurplan von Rudolstadt, Stand zwischen 1906 und 1910 Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 69

Grundriß von Rudolstadt, entworfen von Carl Graf jun. 1843 Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 150

Bebauungspläne im Westen um 1870, Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt Karten, Pläne und Risse 5-98-0100 Nr. 1106 (mehrere alternative Entwürfe vor allem zu Berthold-Rein-Straße und Kleine Allee)

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